Neue Kreuze für Mirjam-Kirchengemeinde
Spezialauftrag für Schreiner Martin Arntzen

Ascheberg -

Als Handwerker hat sich Martin Arntzen immer wieder rund um die Ascheberger Gnadenkirche eingebracht. Ob klemmende Fenster oder Türen - der Schreiner schuf Abhilfe. Und war jetzt bei einer besonderen Holzarbeit gefragt.

Donnerstag, 07.01.2021, 18:00 Uhr
Martin Arntzen hat das neue Kreuz für die evangelische Gnadenkirche gebaut. Aus der Erlenbohle ist auch ein zweites kleineres Kreuz entstanden.
Martin Arntzen hat das neue Kreuz für die evangelische Gnadenkirche gebaut. Aus der Erlenbohle ist auch ein zweites kleineres Kreuz entstanden. Foto: Ludwig

Wenn ein Fenster klemmt oder andere handwerkliche Kleinigkeiten an der evangelischen Gnadenkirche zu erledigen sind, packt Martin Arntzen mit an. Er ist rund ums Gotteshaus am Hoveloh nicht nur eingebunden, weil Frau Britta im Presbyterium mitarbeitet. Sich dort einbringen zu dürfen macht dem Ascheberger Spaß. Jetzt erhielt er von Pfarrerin Angelika Ludwig einen Spezialauftrag. Zum 70-Jährigen der Gnadenkirche wurde das Altarkreuz ausgetauscht. „Das neue Kreuz zu bauen, war schon etwas ganz Besonderes“, sagt der Mann, der sein tägliches Brot als Schreiner verdient.

Das alte Kreuz war rustikal und grob und passte nicht so richtig zum Nußbaum-Altar. „Es sollte schlichter sein und besser zum Hintergrund passen“, erklärt Arntzen seine Aufgabe. In der ersten Runde wurde ausprobiert, ob Ahorn die richtige Wahl ist. Doch der erste Gedanke wurde beim Ansehen des Holzes verworfen. Der Kreuzbauer berichtet: „Ich habe im nächsten Schritt mehrere Holzmuster mitgebracht. Wir haben uns dann für Erle entschieden.“ Und damit war der schwierigste Teil geschafft. Aus der Erlenbohle mussten nur zwei Teile ausgesägt und „überplattet“ werden. Das Ergebnis passt sehr gut zum Hintergrund. Und die Erle ist nicht komplett ausdruckslos. Die Holzmaserung lasse erkennen, dass es gelebt habe.

Da die Erlenbohle bezahlt war und ein ordentlicher Rest übrig geblieben war, schuf Arntzen ein kleineres, zweites Kreuz. „Es kann bei Veranstaltungen im Gemeindehaus, beispielsweise den Kindergottesdienst, oder bei Freiluft-Gottesdiensten, die es in der Corona-Zeit öfter gab, genutzt werden“, berichtet Arntzen. Das zweite Kreuz passe von der Größe besser zum kleinen Altar, der bei dieser Gelegenheit genutzt werde. In dem Kreuz sei zudem mehr Leben zu sehen, so seien die Spuren von Ästen zu sehen. Geweiht wurden die beiden Kreuze am Tag, an dem ein großer Festgottesdienst zum 70-Jährigen der Gnadenkirche vorgesehen war. Durch ein großes Treffen machte Corona einen Strich, durch die Weihe war es trotzdem ein besonderer Tag.

Kreuze in der Gnadenkirche

Kreuze in der Gnadenkirche Foto: Ludwig

Arntzen hat den Auftrag als Ehre empfunden, hat ihn gerne erledigt, ist aber nicht der Typ, der daraus ein großes Aufheben macht. So wird er natürlich künftig sein handwerkliches Geschick einbringen, wenn ein Fenster oder eine Tür klemmen.

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