WN-Leserfrage
Im Winter bevorzugen Rehe einen Platz im Wald

Ascheberg -

Derzeit seien Rehe nur selten zu sehen, wundert sich ein WN-Leser. Hegeringleiter Claus Zobel hat die passende Erklärung.

Sonntag, 10.01.2021, 19:00 Uhr
Im Frühjahr, wie auf diesem Archivbild, sind Rehe öfter zu sehen als in dieser Zeit.
Im Frühjahr, wie auf diesem Archivbild, sind Rehe öfter zu sehen als in dieser Zeit. Foto: Theo Heitbaum

Beim Blick aus dem Fenster wundert sich ein Ascheberger, der im Außenbereich wohnt, dass er so selten Rehe zu sehen bekommt. „Sind die Überlebenschancen von Rehen in freier Wildbahn durch die trockenen Sommer eingeschränkt worden?“, lautet seine Frage an die WN-Redaktion.

Claus Zobel , Leiter des Ascheberger Hegerings schüttelt den Kopf: „Das ist um diese Zeit nicht ungewöhnlich. Ich habe da gerade noch mit einem Jagdkollegen drüber gesprochen. Die Rehe sind nicht mehr allein unterwegs, sammeln sich gerade zu Rudeln.“ Ihr Verhalten habe auch etwas mit der Tageslänge zu tun. Zudem würden die Tiere ihren Energiehaushalt im Winter herunterfahren. Zobel geht davon aus, dass sie ab Mitte Februar wieder verstärkt zu sehen sind.

Der Hegeringleiter und seine Kollegen beobachten, dass die Menschen während der Corona-Pandemie viel in der Natur spazieren gehen. Deswegen bleibe das Damwild länger im Wald. „Die Tiere werden schon fast nachtaktiv. Da hat sich in den vergangenen Monaten etwas verschoben.

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