Das Immunsystem in Lockdown-Zeiten stärken
Genug bewegen und richtig ernähren

Ascheberg -

Was kann man unter den derzeitigen Bedingungen – Lockdown mit geschlossenen Fitnessstudios, Hallenbädern, Sporthallen – tun, um sein Immunsystem zu stärken? Die Frage eines WN-Lesers hat die Redaktion an unterschiedliche Personen weitergeleitet.

Montag, 11.01.2021, 18:30 Uhr aktualisiert: 11.01.2021, 20:58 Uhr
Ellinor Vogt hat einige Tipps fürs Stärken des Immunsystems in Lockdown-Zeiten parat.
Ellinor Vogt hat einige Tipps fürs Stärken des Immunsystems in Lockdown-Zeiten parat. Foto: hbm

Was kann man unter den derzeitigen Bedingungen – Lockdown mit geschlossenen Fitnessstudios, Hallenbädern, Sporthallen – tun, um sein Immunsystem zu stärken? Die Frage eines WN-Lesers hat die Redaktion an unterschiedliche Personen weitergeleitet.

Als Ernährungsberaterin und Naturheilkundige, die lange Jahre in Ascheberg tätig war, hat Ellinor Vogt einige empfehlenswerte Tipps zusammengestellt: „Nutzen Sie die hellen Stunden der eh kurzen Tage, um hinaus zu gehen. Laufen, joggen, radeln Sie konsequent jeden Tag mindestens eine Stunde draußen, egal wie das Wetter ist. Aber bitte keine Überbelastung! Ihr Immunsystem würde eher geschwächt als gestärkt! Ihr Körper baut aus dem Tageslicht wenigstens etwas Vitamin D3 auf, welches wir für ein starkes Immunsystem brauchen. Von November bis März kann auch eine zusätzliche Einnahme von täglich etwa 1000 i. E. des Vitamin D nützlich sein. Bewegen wir uns an frischer Luft, kann unser Körper vermehrt Sauerstoff aufnehmen und entsäuert so den Organismus und hebt die Stimmung! Die Abwehrlage bessert sich umgehend!

Die beste Unterstützung zur täglichen Bewegungseinheit ist eine gesunde Ernährung. Die beginnt mit einer ausreichenden Trinkmenge, ruhig mehr als zwei Liter täglich, davon mindestens einen Liter Wasser und zusätzlich einen Liter Tee, Kaffee, verdünnte Schorle oder ähnliches.

Mehr als drei Mahlzeiten sollten es nie sein, vielleicht genügen auch zwei Mahlzeiten im Abstand von etwa sechs Stunden. Immer muss dem Verdauungstrakt zwischen den Mahlzeiten ausreichend Zeit gelassen werden, das Aufgenommene komplett zu verarbeiten.

Zum Frühstück gehören frisches Obst, Vollkornbrot, Butter, Quark, eine Scheibe Käse oder wahlweise Vollkornhaferflocken mit Obst, Joghurt und Ölsaaten bzw. Nüssen.

Die zweite Mahlzeit sollte in erster Linie Gemüse, frische Salate, kaltgepresste Öle aus Oliven oder Raps, Kartoffeln (bevorzugt Bio-Pellkartoffeln), und eine Eiweißquelle beinhalten. Sättigend sind Eiweiße in Fisch, Eierspeisen, Geflügel oder anderem mageren Fleisch. Tolle Abwechslung bieten Hülsenfrüchte wie diverse Linsen, Erbsen oder bunte Bohnen. Vermeiden Sie zu viele Kohlenhydrate, wie sie in Marmelade, Schokoladenprodukten, Süßspeisen, Fruchtjoghurts, Keksen, Süßigkeiten und Obstsäften sowie in Softdrinks enthalten sind. Diese „leeren“ Kohlenhydrate schwächen den Körper mit zu hohen Blutzuckerspiegeln und extremen Insulinantworten, welche zu Trägheit, Übergewicht und möglicherweise zu einer Fettleber führen. Das Immunsystem kämpft und kann sich nicht ausreichend – so wie es sollte – mit der Infektabwehr beschäftigen!“

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