Radwegebau des Kreises
Prioritäten für Ascheberger Wünsche festgelegt

Ascheberg -

Der Radwegebau braucht Zeit. Vom Wunsch bis zum Ausbau vergehen schon einmal Jahrzehnte.

Mittwoch, 24.02.2021, 17:23 Uhr aktualisiert: 25.02.2021, 17:45 Uhr
radweh: meyer
radweh: meyer Foto: Meyer

Der Radwegebau braucht Zeit. Vom Wunsch bis zum Ausbau vergehen schon einmal Jahrzehnte. Was der Nachhaltigkeits- und Mobilitätsausschuss am Dienstag in unterschiedlichen Prioritäten für das Radwegebauprogramm des Kreises Coesfeld gemeldet hat, wird darum kaum in kurzer Zeit umgesetzt. Höchste Priorität hat ein Radweg von Ascheberg nach Nordkirchen, an zweiter Stelle steht ein Weg von Herbern Rankenstraße zur Kreisgrenze Hamm. Priorität drei hat ein Weg von Herbern nach Capelle.

Zur Zeitschiene berichtete Fachbereichsleiter Klaus van Roje, dass der Radweg an der K 39 von Davensberg nach Amelsbüren, vor 14 Jahren gemeldet worden sei und nun in Abschnitten gebaut werde. Grundsätzlich habe der Kreis den Hut auf, die Gemeinde helfe etwa bei Grunderwerbsfragen und sie zahle einen Anteil. Für 750 Meter von der Nordkirchener Straße zur Südallee an der Gemeindestraße sei ein Antrag aus einem anderen Fördertopf gestellt worden. Zudem sei die Gemeinde bestrebt für den Radweg nach Mersch ergänzende Fördermittel zu erhalten, denn inzwischen sei auch der Grunderwerb förderfähig.

Christian Ley (SPD) und Gisela Lamkowsky (CDU) forderten, den Radweg durch Nordick auch in die Priorität eins aufzunehmen, weil dort die Gefahren besonders groß seien. Wenn das nicht möglich sei, soll insbesondere die paar hundert Meter an der K 21 vorgezogen werden. Van Roje empfahl Gespräche mit Kreistagsmitgliedern dazu.

Der Einwurf von Ralf Lohe (FDP), vorzuschlagen, an der Amelsbürener Straße zwei Abschnitte einzusparen, um Geld einzusparen, fand keinen Widerhall in der Runde. Seinen Hinweis, man könne alternativ Wirtschaftswege nutzen, konterte Ley mit dem Hinweis, dass es gerade erst in Nordkick einen schweren Unfall auf einem Wirtschaftsweg gegeben habe. Die Runde war beim sachkundigen Einwohner Hubertus Beckmann, der sich über jeden Radweg und ein Umdenken in der Verkehrspolitik freut: „Wir müssen umswitchen.“

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