Veranstaltung in der Pfarrkirche St. Lambertus
Autor spendet Frauen bei einer Lesung Mut

Ascheberg -

Im Bus wird es sehr unruhig, als drei Männer lautstark diskutieren. Nur eine ältere Dame steht mutig auf und bittet um Ruhe. Alle anderen schauen weg. Niemand sagt etwas, bis eine junge Frau Stellung bezieht. In dieser Zeit brauchen die Menschen Mut.

Donnerstag, 11.03.2021, 08:00 Uhr
Am Weltfrauentag lud die KFD zu einer Musik-Lesung in die St. Lambertus Kirche. Norbert Nientiedt unterhielt die Gäste mit Alltagsgeschichten, die vor allem Mut machen sollen. Sebastian Rümmelein setzte bei der Lesung in der Kirche musikalische Akzente.
Am Weltfrauentag lud die KFD zu einer Musik-Lesung in die St. Lambertus Kirche. Norbert Nientiedt unterhielt die Gäste mit Alltagsgeschichten, die vor allem Mut machen sollen. Sebastian Rümmelein setzte bei der Lesung in der Kirche musikalische Akzente. Foto: Tina Nitsche

Im Bus wird es sehr unruhig, als drei Männer lautstark diskutieren. Nur eine ältere Dame steht mutig auf und bittet um Ruhe. Alle anderen schauen weg. Niemand sagt etwas, bis eine junge Frau Stellung bezieht. In dieser Zeit brauchen die Menschen Mut. Das findet zumindest Autor Norbert Nientiedt . Denn einfach nur wegschauen ist nicht die Lösung. „Und gerade in dieser Pandemie gilt das besonders.“

Am Montagabend hat er in der St. Lambertus Kirche rund 30 Frauen auf Einladung der KFD Ascheberg Mut gespendet. Mit seiner musikalischen Lesung und mit seinen Geschichten, die das Leben geschrieben hat. Und genau deshalb sind sie authentisch. Entstanden an bekannten Orten, wie dem Münsteraner Aasee oder auf der Busfahrt durch Münster. Doch mit dem Mut ist das so eine Sache, vor allem in der Öffentlichkeit. Wie es funktioniert? Irgendwie wie alles im Leben. Zunächst braucht man einen Plan, dann heißt es „tu doch etwas“ und am Ende geht es darum standhaft zu bleiben. Nientiedt hat diese Vorgehensweise in einer Trilogie: Komm steh auf! – Tu doch was! Bleibe Standhaft! - literarisch festgehalten. Aus dem Werk „Bleibe Standhaft!“ gab er am Montagabend hauptsächlich einiges zum Besten und brachte die Zuhörerinnen zum Nachdenken. Vor allem auch deshalb, weil Sebastian Rümmelein ihnen zwischen den Geschichten die Gelegenheit dazu gab, indem er musikalische Impulse setzte.

Ja, mit dem Mut ist das so eine Sache. Das gilt für Mann und Frau gleichermaßen. Nichtsdestotrotz brachte der 1948 in Münster geborene Autor am Montag schwerpunktmäßig Frauengeschichten. Warum? Ganz einfach: „Schließlich ist heute Weltfrauentag!“ Seine Geschichten und die musikalischen Impulse regten die Gäste zum Nachdenken an. So mancher stellte sich die Frage. Wann war ich das letzte Mal mutig? Gleichzeitig erinnerten eben diese Geschichten an vergleichbare Situationen, die jeder schon einmal irgendwo erlebt hat. Ob im Café, in der Stadt, im Bus. . . Nientiedt führte sein Publikum aber auch an Orte und zu Menschen, denen im Alltag eher weniger Beachtung geschenkt wird.

Für die rund 30 Gäste, die nach vorheriger Anmeldung und unter Einhaltung der Corona Bedingungen, den Weg in die St. Lambertus Kirche gefunden hatten, war der Abend eine willkommene Abwechslung nach einer langen Zeit des Lockdowns. Gleichzeitig säte der Autor einen kleinen Samen namens Mut, der den Menschen durch die nicht ganz einfache Zeit helfen soll.

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