St. Lambertus Ascheberg
Westerbauer-Kreuz steht in der Kirche

Ascheberg -

Wer hat sich schon einmal Gedanken um die Kreuze in der St. Lambertus-Pfarrkirche gemacht? Mit einem Kreuz hat es eine besondere Bewandtnis.

Freitag, 02.04.2021, 16:36 Uhr aktualisiert: 02.04.2021, 16:40 Uhr
Das Kreuz vorne im linken Seitenschiff kommt ursprünglich aus der Westerbauerschaft.
Das Kreuz vorne im linken Seitenschiff kommt ursprünglich aus der Westerbauerschaft. Foto: hbm

Ob in den Osterboxen der Pfarrei St. Lambertus oder in der Kirche: Auf Faltblättern lädt Pastoralreferent Ralf Wehrmann zu einer Kreuzmeditation ein. Dieses Mal geht es um das Kreuz vorne im linken Seitenschiff der St. Lambertus Kirche. Es hat eine besondere Herkunft, die unmittelbar mit Ascheberg zu tun hat.

Die anfängliche Idee zu dieser kleinen Kreuz-Betrachtung basiert nämlich auf dem Jahr 1971. Laut allgemeinen Erzählungen ist in der Fastenzeit das Jahres, also vor genau 50 Jahren, das „Westerbauer-Kreuz“ in die St. Lambertus-Kirche Kirche gekommen. Auch im Buch „Haltepunkte am Glaubensweg“ von Pfarrer Felix Lenfers wurde versehentlich falsch informiert.

Kürzlich haben findige Quellenforscher im Archiv des Heimatvereins entdeckt, dass es wohl bereits zu Heiligabend 1968 hierher transportiert wurde. Wie auch immer: Mit der Einweihung der „modernsten einklassigen Schule in NRW“ Ende November 1963 hing es zunächst in der neuen Pausenhalle der Westerbauer-Schule, woran sich mit Sicherheit noch etliche Bauerschaftskinder erinnern werden. Schulleiter Jennebach hatte es damals vor dem Verfall gerettet und im Tausch mit einem anderen großen Eichenkreuz kostenlos restaurieren lassen. Ursprünglich zierte es seit über 260 Jahren die Hofeinfahrt bei Dabbelt-Schomaker (Westerhoven), wo es aber zuletzt nicht mehr gut aufgestellt war.

Keine Frage, das Alter und die Witterungsbedingungen haben Spuren am Holz hinterlassen. Sie machen die besondere Ausstrahlung deutlich, weil sie zeigen, dass das Leiden Jesu und sein Nachwirken in und mit der kirchlichen Gemeinschaft immer wieder Wind und Wetter aushalten müssen, aber weiterhin allen Stürmen dieser Welt dauerhaft trotzen können. Jedes Kreuz ist und bleibt ein Siegeszeichen, schreibt Wehrmann. Vielleicht auf den ersten Blick nicht direkt schön, aber sicherlich groß, richtig imposant. Außerhalb der Passionswochen müssen wir es nicht „verstecken“.

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