A wie Alufiver
Bei Klaas wird nun gelöscht

Ascheberg -

Das größte Ascheberger Kunstwerk ist von 408 auf 583 Quadratmeter gewachsen. 18 Tage hat Andreas Plautz an der Fabrikhalle von Kranbauer Klaas gearbeitet. Jetzt ist der „Alufiver“ überlebensgroß sichtbar.

Dienstag, 14.07.2015, 08:07 Uhr

Der Alufiver des Kranbauers Klaas ziert den angebauten Hallenteil des Ascheberger Unternehmens. Andreas Plautz hat die 175 Quadratmeter große Zusatzfläche gesprayt.
Der Alufiver des Kranbauers Klaas ziert den angebauten Hallenteil des Ascheberger Unternehmens. Andreas Plautz hat die 175 Quadratmeter große Zusatzfläche gesprayt. Foto: hbm

Das größte Ascheberger Kunstwerk ist von 408 auf 583 Quadratmeter gewachsen. 18 Tage hat Andreas Plautz an der Fabrikhalle von Kranbauer Klaas gearbeitet. Jetzt ist der „Alufiver“ überlebensgroß sichtbar. „Nach den Kranen wird der „Alufiver“ zum zweitwichtigsten Produkt, deswegen war es klar, dass wir ihn auf die Wand bringen“, berichtet Tobias Klaas.

„Er hat mich am 1. April angerufen, dass die Halle erweitert worden ist. Ich habe zuerst an einen Aprilscherz gedacht“, schmunzelt Andreas Plautz. Der Graffiti-Künstler aus Warendorf ist unter dem Namen „Smoe“ bekannt und hat vor zwei Jahren schon das erste 408 Quadratmeter große Werk gesprayt.

Neben der Wandgröße war das Thema zu Beginn des Kreativprozesses klar: Ein Feuerwehreinsatz sollte es sein, mittendrin der Alufiver mit seinem Greifarm. Entstanden ist das Kunstwerk am Computer. Beim Übersetzen auf die Wand halfen die natürlichen Riefen in der Wand. Dort, wo es auf Details ankam, hat der Künstler ein 50 Zentimeter-Raster mit Band gezogen. 14 Jahre Erfahrung helfen das Bild aus dem Computer lebendig werden zu lassen. Für klare Konturen muss die Sprühdose nah an die Wand gehalten werden. „Dann muss man sie aber schneller bewegen, sonst läuft es“, nennt Plautz die Schwierigkeit beim Namen. Hilfreich sind Caps, die je nach Motiv genutzt werden. Das Sprayen als Aktion ist Smoe bestens bekannt, die Transformation des Motivs auf 175 Quadratmeter die ungewohnte Herausforderung. „Bei Auftragsarbeiten von 20 Quadratmetern bin ich zu Hause. Über 100 Quadratmeter bearbeite ich vielleicht zwei Mal im Jahr“, berichtet der Warendorfer.

Die Dosen – fürs legale Sprayen liefert die Firma sie als Premium-Variante aus – werden im Sechserpack bestellt, rund 300 hat Andreas Plautz liefern lassen, verbraucht wurden etwa 200 Dosen mit 40 Farben. Übrig blieb etwa Neongelb, das für die Anzüge der Feuerwehrkameraden nötig war.

„Ins Schwitzen“ kam der Warendorf tatsächlich beim Arbeiten in der Sonne und symbolisch bei Bestellen von Farbe, denn Blau war zwischenzeitlich nicht lieferbar. Und blau gab es nur in zwei Tönen. Wie sollte das der Schatten des Wassers gemalt werden? Andreas Plautz hat nicht nur dieses Problem rechtzeitig und überzeugend gelöst. Denn das Werk sollte vor dem 19. Juli fertig werden. Dann trifft Kunst auf Kunst: Hinter der Wand musiziert am Sonntag das Bundesjugendorchester. Später werden hier in der Stellschweißerei zwei Roboter stehen, die auch Teile für den Alufiver zusammenfügen werden.

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