Ascheberg im Wandel, 19
Dessous statt Weißnäherei

Ascheberg -

An der Sandstraße 15 waren früher die Weißnäherinnen Baaks zu Hause. Dann wurden dort Dessous verkauft, erzählt die neue Folge zum Wandel in Ascheberg.

Donnerstag, 29.12.2016, 15:12 Uhr

Das Luftbild zeigt das kleine Häuschen der Schwestern Baaks zwischen der Genossenschaft und der Scheune des Hofes Schulze Frenking besonders gut.
Das Luftbild zeigt das kleine Häuschen der Schwestern Baaks zwischen der Genossenschaft und der Scheune des Hofes Schulze Frenking besonders gut. Foto: Privat

Es ist klein und fast unscheinbar. Das Haus in dem die Weißnäherinnen Regine und Maria Baaks ihrer Arbeit an der Sandstraße nachgehen. Es gehört zu den älteren Gebäuden, die das Sanieren des Dorfkerns mit dem Start Mitte der 1960er Jahre überleben. Hinter der Bäuerlichen Genossenschaft steht es den Gemeindeplänen nicht im Weg. So bleibt das Gebäude auch bis in die 1990er Jahre unangetastet. Nach dem Tod von Regine lebt Maria allein in den vier Wänden, die mit gerade einmal einer Wasserstelle auskommt. Das Gebäude ist nicht einmal an die öffentliche Kanalisation angeschlossen und steht nach dem Umzug von Maria Baaks ins Altenheim St. Lambertus kurz leer. Das kleine Häuschen ist so unscheinbar, dass es auf den Bilderserien der Ascheberger Heimatfreunde kaum zu sehen ist. Bei den Kirchturmfotos von Heinz Becker ist es hinter der Genossenschaft oder später dem blauen Haus verborgen.

Ascheberg im Wandel, 19

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  • Sandstraße 15: Vom Haus Baaks zum Geschäftshaus Foto: Privat
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  • Sandstraße 15: Vom Haus Baaks zum Geschäftshaus Foto: Privat
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  • Sandstraße 15: Vom Haus Baaks zum Geschäftshaus Foto: Privat
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  • Sandstraße 15: Vom Haus Baaks zum Geschäftshaus Foto: WN
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  • Sandstraße 15: Vom Haus Baaks zum Geschäftshaus Foto: Privat
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  • Sandstraße 15: Vom Haus Baaks zum Geschäftshaus Foto: Privat
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  • Sandstraße 15: Vom Haus Baaks zum Geschäftshaus Foto: hbm
  • Sandstraße 15: Vom Haus Baaks zum Geschäftshaus Foto: hbm

Eigentlich sind es zwei Häuschen, die von den Schwestern Baaks genutzt werden. Zur Straße hin wohnen sie, das hintere Parallelgebäude ist ein Stall. Über Jahrzehnte wurden sie von der Bäuerlichen Genossenschaft und einer Scheune des Hofes Schulze Frenking eingerahmt. Zuerst wurde die Scheune abgerissen. „Wir haben dort 1974 ein Wohnhaus gebaut“, erinnert sich Paul Schulze-Frenking. Die Genossenschaft ist dann fünf Jahre später ins Gewerbegebiet West umgezogen. In der Folge wurde das blaue Haus gebaut.

Karl Händel und Elke Thomas-Händel kaufen das Haus 1997 und planen den Bau eines Wohn- und Geschäftshauses. 1999 rückt fast zum Jahresstart der Bagger an. Das alte Haus fällt, Anfang März ist nur noch ein Haufen Steine zu sehen. Unter der Regie von Architekt Bernhard Kröger entsteht Neues im Eiltempo: Im Mai werden die ersten Fundamente gelegt, im Juli findet das Richtfest statt und bereits im Oktober sind die ersten Räume bezugsbereit. Die 120 Quadratmeter Verkaufsfläche teilen sich „Elkes Wäschemoden“ und „Bücher Schwalbe“.

Elke Thomas-Händel freut sich nach dem Umzug von der oberen an die untere Sandstraße über die große Schaufensterfront: „Unsere Firma ist bekannt für ihre gute Dekorateurin. Sie kann sich nun voll ausleben.“ Am 4. November um 9 Uhr locken Eröffnungsangebote in das neue Gebäude. Rund drei Monate später lässt sich die „Bücher-Schwalbe“ in ihrem Ascheberger Nest nieder.

2007 startet Christiane Fischer in der ersten Etage in die Selbstständigkeit. Als sich Elke Thomas-Händel 2012 in den Ruhestand verabschiedet, zieht das Optikstudio nach unten.

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