Ascheberg im Wandel, 21
Schmiede schloss vor 40 Jahren

Ascheberg -

Hinter dem Haus war eine Wiese, vorne die Sandstraße. Die Hauptverkehrsader ist noch da, ansonsten aber wenig vom Umfeld der ehemaligen Schmiede Drees.

Mittwoch, 14.06.2017, 20:06 Uhr

Die Schmiede Drees lag an der Ecke Sandstraße/Biete. Die Jesus-Figur stand an der Straßenecke im Garten. Jesus auf dem Ölberg –  Figuren dieser Art mit einem leidenden Jesus sind eher selten.
Die Schmiede Drees lag an der Ecke Sandstraße/Biete. Die Jesus-Figur stand an der Straßenecke im Garten. Jesus auf dem Ölberg –  Figuren dieser Art mit einem leidenden Jesus sind eher selten. Foto: Gemeinde

Pferdehufe benötigten genauso ein Eisen wie Wagenräder. Deswegen gab es früher zahlreiche Schmieden in Ascheberg. Doch dort wurden nicht nur Pflugschar und Egge bearbeitet. „Ich werde heute noch darauf angesprochen, dass Geländer von meinem Schwiegervater erstellt worden sind“, berichtet Petra Drees. Einer seiner Ambosse steht heute am Platvoets Kamp vor ihrem Haus. Früher waren sie an der Ascheberger Sandstraße zu Hause. Die Schmiede Drees lag auf der Ecke zur Biete hin.

Mitte der 60er Jahre berichten die WN, dass Schmied Drees nicht nur laufend Pferde beschlägt, sondern darüber hinaus ein guter Landmaschinenschlosser und versierter Kunstschmied, der komplizierteste Geländer und Gitter herstelle, sei. Neben einem Stallgebäude war darum eine neue Schmiede geplant. Der inzwischen verstorbene Heinz Drees wollte das Familienerbe antreten und lernte darum auch den Beruf des Vaters Karl . Gesundheitsbedingt musste er aber den Beruf wechseln. Er schulte zum Wirtschaftsprüfer um. 1977 gab Karl Drees die Schmiede auf. Ab 12. März 1983 wurden die Gebäude abgerissen und Wohnhäuser gebaut.

Ascheberg im Wandel, 21

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  • Folge 21 der beliebten WN-Serie beleuchtet die Schmiede Drees an der Sandstraße Foto: Diverse
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  • Ascheberg im Wandel, Schmiede Drees

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  • Die Jesusfigur stand früher auf der Ecke

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  • Ascheberg im Wandel, Schmiede Drees

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  • Abriss 1983

    Foto: privat
  • Abriss 1983

    Foto: privat
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  • Folge 21 der beliebten WN-Serie beleuchtet die Schmiede Drees an der Sandstraße Foto: Heitbaum
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  • Folge 21 der beliebten WN-Serie beleuchtet die Schmiede Drees an der Sandstraße Foto: Heitbaum
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Wer über die Schmiede Drees redet, der wird schnell zur Figur „Kniender Jesus“ kommen, die heute noch auf dem Gelände zu sehen ist. Ortschronist Reinhard Schütte hat über sie herausgefunden: Es wird erzählt, dass die Landwirte Drees, Witthoff-Klute und Schräder auf Haus Romberg um die Mitte des 19. Jahrhunderts gelobten, ein Kreuz oder ein Heiligenbild aufzustellen, falls sie im Prozess der Bauernbefreiung eines Tages tatsächlich eigener Herr auf ihrem Grund und Boden sein würden. Als sich der erhoffte Erfolg einstellte, stiftete Drees das Bild des am Ölberg knienden Jesus. Angenommen wird, dass er nach dem Bau des Lambertus-Hospitals in Drees Garten mit Blick zum Hospital aufgestellt wurde. Für den täglichen Gottesdienst und das persönliche Gebet war eine Hauskapelle eingerichtet worden. Aber wenn die Patienten durchs Fenster ins Dorf hereinschauten und die gewohnte Arbeit herbeisehnten, fiel ihr Blick auf das Bild des in der Angst vor dem Sterben zusammengesunkenen Jesus. Das mag, so schreibt Schütte in einem seiner „Aufsätze“, manche getröstet, andere vielleicht auch erschreckt haben. Solche Ölberg-Bilder gibt es übrigens selten, denn Angst und Hilflosigkeit werden durch nichts gemildert.

Zwischenzeitlich bemühte sich der Heimatverein, die Figur beispielsweise zum Friedhof umziehen zu lassen, doch blieb sie in der Mauernische an der Sandstraße stehen.

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