Havixbeck
Leseratten verschlingen Schmöker

Montag, 24.03.2008, 15:03 Uhr

Havixbeck . Das liest sich wirklich gut: Insgesamt 13 600 Medien (Bücher, CDs, Spiele) sind im vergangenen Jahr in der Katholischen Öffentlichen Bücherei (KÖB) 45 606 Mal ausgeliehen worden. „Das zeigt, wie gut unser Angebot angenommen wird“, freut sich KÖB-Leiterin Eva Wessels nach der Auswertung der Statistik für 2007 über den großen Appetit der Havixbecker Leseratten, die wieder jede Menge Schmöker verschlungenen haben.

Und das in den verschiedensten Geschmacksrichtungen: 9415 Mal gingen Romane, Krimis und andere Bücher der so genannten „schönen Literatur“ über die Ausleihtheke, wobei „Eifel-Kreuz“ von Jacques Berndorf , „Im Angesicht der Schuld“ von Sabine Kornbichler, „Zwischen Himmel und Erde“ von Cecilia Ahern, „Die Sturmfängerin“ von Katherine Scholes und „Der Eid der Heilerin“ von Posie Graeme-Evans mit jeweils 16 Ausleihen die „Bestseller“ waren. Den größten Heißhunger gab es jedoch mit 22 439 Büchern auf Kinder- und Jugend-Literatur. Dabei entpuppte sich „Im Land der Samurai“ von Mary P. Osborne aus der Baumhaus-Reihe als absoluter Leckerbissen. Ungeschlagene 17 Mal wurde es herausgegeben. „Und da die Ausleihfrist vier Wochen beträgt, war es praktisch permanent vergriffen. Sobald es jemand abgegeben hat, hat sofort der Nächste zugegriffen“, berichtet Eva Wessels.

Nicht nur die ausgeliehenen Titel, sondern auch das Alter der KÖB-Nutzer zeigt, wo die treueste Fangemeinde zu finden ist. So waren unter den 1375 Bücherwürmern, die im vergangenen Jahr etwas ausgeliehen haben („Ausweise sind allerdings viel mehr im Umlauf“), immerhin 574 unter zwölf Jahren. „Die KÖB tut damit viel für die Leseförderung“, ist Eva Wessels ein wenig stolz und verweist auch auf die regelmäßigen Besuche der Grundschulklassen in der Bücherei außerhalb der regulären Öffnungszeiten sowie die wöchentlichen Besuche der Kita Rasselbande. „Die anderswo immer wieder geäußerte Feststellung, dass Kinder kaum noch lesen, kann ich für die KÖB nun wirklich nicht bestätigen“, versichert Wessels. Um das Interesse zu fördern, müsse die KÖB allerdings auch immer wieder aktuelle Titel ins Angebot aufnehmen. „Aber auch Klassiker, wie die von Astrid Lindgren, sind immer gefragt.“ Ähnlich wie Kinder-Sachbücher, beispielsweise aus der Was-ist-Was-Reihe. Und bei Mädchen natürlich Pferde-Geschichten“, weiß Wessels zu berichten.

Nicht alle Wünsche können jedoch erfüllt werden. „Bei Hörbüchern, für die es immer mehr Interessenten gibt, ist unsere Auswahl begrenzt, was natürlich auch an den Preisen liegt“, erklärt Wessels. „Doch ab und zu bekommen wir mal ein Hörbuch geschenkt, wenn Leute es gehört haben“, freut sich die KÖB-Mitarbeiterin und hofft, dass auf diesem Weg in Zukunft vielleicht noch mehr Titel in der Bücherei landen. Zumal Hörbücher der KÖB ein ganz neues Publikum erschließen. „Das sind oft Leute, die sonst gar nicht zu uns kommen.“

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