Havixbeck
Spiel und Spaß und gutes Wetter

Freitag, 25.04.2008, 22:04 Uhr

Havixbeck - Man salze in einem Gefäß die Eingeweide von Fischchen , lasse sie in der Sonne ziehen und treibe alles durch ein Sieb. Die Flüssigkeit, die durchläuft (eine sehr übel riechende), nannten die alten Römer „Liquamen“, Gewürzsaft für allerlei Essen, sozusagen das „Maggi“ der Antike. Ein stolzer Römer stand in der letzten Ecke des Schulhofs und vertrieb dort Rezepte dafür: Werner Hetkamp, normalerweise Naturwissenschaftler, beim Schulfest der Anne-Frank-Gesamtschule Besatzer der Geschichte. Und er war nur ein buntes Kapitel des fulminanten Schulfestes unter dem Motto „Märchen, Fun und Fantasy – die AFG , eine traumhafte Schule“.

An Dutzenden von Tischen lockten Süßigkeiten, Plätzchen, Kuchen in jeder Form und Farbe, Hot Dogs, Waffeln, Himbeerschorle, Obstsalat und grellbunte Limo. In vielen Klassenräumen waren die verschiedensten Spiele und Attraktionen zu finden und zu testen. Zwischen Bobbycar-Rennstrecke und Fotowand drängten sich Mütter, Väter, Kinder, Freunde. Und Spaß hatten sie alle.

Auch die Lehrerinnen und Lehrer machten mit. Als „Rapunzel und ihr Prinz“ moderierten die beiden Referendarinnen Sonja Meiers und Katja Robben das vielseitige Bühnenprogramm. Die beiden Bläserklassen 5 und 6, dirigiert von Stephanie Aehlen, bliesen erst einmal die Wolken aus dem Bereich des Schulhofs und dann schwungvolle Melodien zu den Tänzen junger Mitschülerinnen und -schüler.

Dicht umlagert auch der neue Soccer Court, den die Gesamtschule von der Kalthoff-Stiftung geschenkt bekommen hatte und der jetzt erstmals bespielt werden konnte. Helmut Kalthoff selbst war vor Ort, und bekam ein spontanes Ständchen zu seinem 60. Geburtstag von den Gästen vorgetragen. Außerdem war ihm der Dank der Schule gewiss. „Wir haben lange versucht, einen solchen Soccer Court zu bekommen, dass es jetzt über die Kalthoff-Stiftung geklappt hat, ist toll“, freute sich Schulleiter Hannes Niehaus .

Nebenan lieferte die Klasse 7.4 mit „Paris Hilton im Märchenwald“ eine Groteske der Extraklasse. Magnus Wessels mit seiner Gitarre, Modenschauen, Hip-Hop-Musik, eine Aufführung der Theater-AG und viele Märchen- und Fantasyfiguren waren zu erleben. Aber auch Wissen war gefragt. Den Ritterschlag bekam nur derjenige, der auch wusste, dass die alten Panzerhemden-Helden noch keine Tomaten zum Frühstück kannten. Eine total verdunkelte „Schreckenskammer“ brachte so manchen zum Schreien. Und, und, und . . .

Spiel und Spaß fanden ihr Finale in „Wetten dass . . .“ Hannes Niehaus wettete, dass er mehr als 30 Kollegen auf die Bühne bringen würde, die alle das neue T-Shirt des Fördervereins tragen würden. Schulsprecher Max Bangen hielt „mit 200 Schülern in T-Shirts“ dagegen. Gewonnen haben beide. Oder besser: alle. Vor allem die Anne-Frank-Gesamtschule.

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