Havixbeck
Festabend ging unter die Haut

Sonntag, 20.06.2010, 21:06 Uhr

Havixbeck - Ohne Zweifel, in Havixbeck wurden und werden schon immer tolle Feste gefeiert. Wenn dann aber wie an diesem Wochenende zur Feier des 150-jährigen Bestehens des Männergesangvereins (MGV) „Cäcilia“ die malerische und imposante Kulisse von Haus Havixbeck als Bühnenraum und Festsaal dient, entsteht schnell der Eindruck des ganz Besonderen.

MGV-Vorsitzender Theo Berning sprach in seiner Begrüßung stolz von einer Welturaufführung auf einem Schloss mit so vielen blühenden Rosen, „das es ein wenig an Dornröschen erinnert.“ Gleichzeitig dankte er Hausherr Clemens Freiherr von Twickel und allen dienstbaren Geistern für deren großartige Unterstützung.

Die Möglichkeit, an dieser historischen Stätte feiern zu dürfen, hatte schon der verstorbene MGV-Vorsitzende Anton Gerdes in die Wege geleitet. Er war es, und deswegen wurde er am Samstagabend auch noch einmal besonders gewürdigt, der Clemens Freiherr von Twickel, dazu gebracht hatte, die Schirmherrschaft für das MGV-Jubiläum zu übernehmen.

Clemens Freiherr von Twickel freute sich „über die vom Vater einst begonnene Tradition“, gemeinsam mit den Havixbeckern feiern zu können.

Schon am frühen Abend drängte sich eine große Menschenmenge im Innenhof der Schlossanlage, um gemeinsam einen Gottesdienst zu feiern. Mit dabei waren die Sänger des Männergesangvereins unter der Leitung von Markus Reidegeld, das Blasorchester Havixbeck, der befreundete Männergesangverein aus Bestensee und die später dazugekommenen Musikanten des Spielmannszug aus Ottmarsbocholt .

Sicher war der große olivgrüne Lastenfallschirm, der den Musikern als Regendach dienen sollte, optisch wie akustisch nicht das Optimum. Aber als es immer zu tröpfeln anfing, freuten sich alle über den flatternden Regenschutz. Die Gäste ohne Schirm suchten derweil Schutz in den Partyzelten.

Nun wäre ein Gottesdienst in Havixbeck selbst zu einem Jubiläum von nur kurzzeitigem Erinnerungswert, gäbe es da nicht Pfarrer Siegfried Thesing. Der brachte nämlich neben dem Sakrament und vielen Messdienern tatsächlich eine Vuvuzela mit zum Altar. Und er blies sogar darauf.

Da hörte sich später das Trompetensolo des Havixbeckers Jochen Schäfer beim Großen Zapfenstreich, dem Höhepunkt des Abends, besser an. Zu den Kommandos von Hubert Pott spielten das Blasorchester unter Leitung seines aus Afghanistan zurückgekehrten Dirigenten Timor Oliver Chadik und der Spielmannszug aus Ottmarsbocholt die vorgegebenen Serenaden und Kompositionen. Beleuchtet vom flackernden Schein der Fackeln in den Händen der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr war es ein Erlebnis, das spürbar unter die Haut ging.

Zum gemütlichen Ausklang des Abends trafen sich Sänger, Musiker und Besucher in den Partyzelten und Räumen des Wasserschlosses.

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