Musik, die erwärmte
Großes MGV-Herbstkonzert bot wieder anspruchsvolle Unterhaltung

Havixbeck -

„Was halten Sie von unserem neuen Chorleiter?“ Als Franz Kückmann dem Publikum plötzlich diese Frage stellte, erntete der MGV-Vorsitzende einen wahren Beifallssturm. Denn Karl-Heinz Gerdemann, dem „neuen“ Leiter des Havixbecker Männerchores, galt der Hauptverdienst am Gelingen des Herbstkonzertes, das am Sonntagnachmittag im Forum der Anne-Frank-Gesamtschule über die Bühne ging. Traumwandlerisch gelang dem MGV Cäcilia Havixbeck, unterstützt von Paul Eichinger am Klavier, der Spagat zwischen Unterhaltung und Anspruch, zwischen Tradition und aktueller Musik.

Montag, 07.11.2011, 17:11 Uhr

Daran konnten sich an diesem nebligen Herbstnachmittag ein paar Hundert Besucher aus dem weiten Umland genüsslich aufwärmen. Die störte auch nicht der ein oder andere Gluckser in Reinhard Meys „Diplomatenjagd“, die in der von Herbert Grundwald arrangierten Fassung schwierigste Tempi-Sprünge barg. Doch die 40 Sänger überzeugten ansonsten mit allen Beiträgen – vom Volkslied über bekannte Musicalmelodien bis zum Spiritual.
Allen voran ihr launiger Moderator und Frontmann Franz Kückmann . Munter und spritzig knüpfte er die Kontakte von der Bühne zum Publikum: zu Bürgermeister Klaus Gromöller, zu Ralf Pascher, dem Vorsitzenden des Chorverbandes Westmünsterland , und zur Geistlichkeit mit Pfarrer Siegfried Thesing und Pfarrer em. Albert Wöstmann. Und Kückmanns Solo „Vater, Mutter, Schwester, Brüder“ aus „ Udine “ ging vielen sicher unter die Haut.
Toppen konnte das nur noch Kückmann-Junior André, der gemeinsam mit seiner Frau Anna das Trinklied aus Verdis „La Traviata“ interpretierte. Und das ausgesprochen eindrucksvoll. Fantastisch!
Überhaupt gebührte ein großer Teil des Erfolges dem Nachwuchs. Hier vertreten durch die junge Gesangsgruppe „flipside“. Erst ein Jahr in der Probenarbeit, überragten die jungen Sängerinnen und Sänger (unter Leitung von Sandra Batkowski) choreographisch wie stimmlich. Mit ernsteren Liedern aus den Musicals „Tarzan“ und „Rent“ und dann mit dem verspielten „Mah Nà Mah Nà“ schafften auch sie den Spagat zwischen Anspruch und Unterhaltung .
Zwischendurch lieferten die Jagdhornbläser Bredenbeck (Leitung Carsten Grahn) den erstaunlichen Beweis, dass man auf Waldhörnern nicht nur „Die Sau ist tot“ blasen kann. Aus deren Tross durften Falkner Michael Lömke und dessen amerikanischer Wüstenbussard „Roxy“ nicht ins Forum. „Aus Sicherheitsgründen“, wie es hieß. Sein Kreischen klang zudem arg unmusikalisch.
Dafür zwitscherte auf einmal die Überraschung des Abends vor den Sängern: Astrid Hillebrand, Weltmeisterin im Pfeifen.
Zum harmonischen Abschluss sangen dann alle gemeinsam „Always look on the bright side of life!“ – sinngemäß übersetzt: „Schau immer nur auf die strahlende Seite des Lebens!“

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