Elfte Havixbecker Covention stand im Zeichen des Krimis
Imposante Zirkusshow

Havixbeck -

Der Niederländer Di Stephano war zweifellos nicht nur die interessanteste, sondern optisch ebenso wie akustisch die schillerndste Figur bei der Zirkus-Convention – der „Krimitention“, wie die Macher die elfte Auflage getauft hatten. Schreiend bunt war er als „Lappenclown“ dabei und unterhielt die rund 400 Teilnehmer bei der großen Finalshow am Samstagabend in der Turnhalle mit Schellenklang, Trommel und Tröte.

Montag, 18.02.2013, 18:02 Uhr

Die rund 400 Teilnehmer der Convention verfolgten mit Spannung die große Finalshow am Samstagabend.
Die rund 400 Teilnehmer der Convention verfolgten mit Spannung die große Finalshow am Samstagabend. Foto: Dieter Klein

Dabei war das noch lange nicht alles. Laut eigener Vita tritt Di Stephano anderswo abwechselnd noch als „Ballonnen Clown“ oder als „Levend Standbeeld“ auf. Er begeisterte die Massen in der Baumberg-Sporthalle. Besonders natürlich die kleinen Besucher, die in den Armen der Mütter, zum Teil noch in Windeln gewickelt, der Show beiwohnten.

Dass sich die „Convention“ überhaupt in Havixbeck abspielte, lag im Wesentlichen an den circensischen Aktivitäten von Jürgen Kerstin . Der Lehrer der Anne-Frank-Gesamtschule hatte schon 1993 den schuleigenen Zirkus „Fassungslos“ gegründet und seither ganze Heerscharen von Jongleuren, Bodenturnern und weiteren Artisten großgezogen.

Allerdings musste Jürgen Kerstin an diesem Wochenende wegen einer Erkrankung passen. Vielleicht war das aber auch gut so, denn nicht alles, was die jungen Zauberer und Jongleure bis zum Abschied am Sonntagnachmittag produzierten, hatte mit erzieherischen Lernzielen zu tun. Doch den jungen Leuten, die aus ganz Deutschland und teils sogar aus den Nachbarländern nach Havixbeck angereist waren, war seitens der Veranstalter-Crew viel Freiheit eingeräumt worden. So ging es rund. Mancherorts sogar bis zum frühen Morgen.

Zum Glück verteilten die gleichen Organisatoren (keine Havixbecker) aber „Open Stage-Ausweise“ und legten Versicherungslisten aller Besucher an. „Aus Vorsicht“, wie es hieß.

So konnten später am Abend 25 Akteure auf der Bühne mit mehr oder weniger Geschick und Körperspannung imposante Show-nummern abziehen, die – gut oder schlecht – in jedem Fall lautstarke Begeisterungsstürme hervorriefen. Da spielte es keine Rolle, ob einer jungen Frau ständig die Jonglierkeulen aus den Händen rutschten oder aber einer Hula-Hoop-Sportlerin viele Reifen davon rollten.

„Heute hier, morgen dort. Auf jeden Fall am nächsten Wochenende wieder in einer anderen Stadt. Wir sind ruhelose Geister“, lachte Jörg- Karsten Mendrzik, Mitverantwortlicher und selbst Feuershow-Künstler aus Bielefeld. Nun gut, er war in Havixbeck, was sein Genre betraf, nicht aktiv. Fazit: Die Baumberg-Sporthalle steht noch.

»Wir sind ruhelose Geister.«

Jörg-Karsten Mendrzik
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