Zehn Jahre Konzertreihe „Musik zur Marktzeit“
Marktbesuch und Musikgenuss

Havixbeck -

Als Manfred Wordtmann im Advent 2003 die erste „Musik zur Marktzeit“ – ein Konzert für Cello und Orgel – organisierte, war es für ihn der sprichwörtliche Sprung ins kalte Wasser. Zehn Jahre später gehört diese musikalische Reihe zu den etablierten Kulturangeboten in Havixbeck.

Sonntag, 03.11.2013, 04:11 Uhr

Unlängst ging die 150. Musik zur Marktzeit über die Bühne, und am 22. November spielt das „Smaragd-Streichquintett“ das Jubiläumskonzert zum zehnjährigen Bestehen.

„Diese Art der kurzen Konzerte reizte mich immer schon“, blickt Manfred Wordtmann im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten auf die Anfänge zurück. Während der 18 Jahre, in denen der Havixbecker gemeinsam mit Hans-Martin Limberg kirchenmusikalische Konzerte gegeben hat, lernte er das Angebot, Marktbesuch und Musikgenuss zu verbinden, kennen und schätzen.

Nach der Premiere entwickelte sich die „Musik zur Marktzeit“ stetig weiter. „Ich habe da etwas losgetreten, was mir manchmal nicht ganz geheuer war“, gibt Manfred Wordtmann unumwunden zu. Bei den halbstündigen Konzerten in der Pfarrkirche St. Dionysius wurden Stücke aus den verschiedensten Epochen aufgeführt. Ebenso breit war die Palette der Instrumente. „Die Barockmusik spielt in der Kirche eine ganz große Rolle. Das heißt aber nicht, dass wir nicht auch zeitgenössische Musik gemacht haben“, erläutert der Initiator und musikalische Leiter der Reihe. Auf Anregung von Pfarrer Siegfried Thesing gehört seit einiger Zeit neben der Musik ein Wortbeitrag, der zur Besinnung und zum Nachdenken anregt, zum Programm.

Die Musiker holt Manfred Wordtmann meist über persönliche Kontakte zur Universität und Musikschule Münster nach Havixbeck . Dabei ist ihm die Qualität wichtig, auch wenn der finanzielle Rahmen eng gesteckt ist. Es wird kein Eintrittsgeld erhoben, sondern ein freiwilliger Kostenbeitrag erbeten. Daneben gibt es mehrere Sponsoren. Dankbar ist Manfred Wordtmann dem Vorsitzenden des Freundeskreises der St.-Dionysius-Pfarrkirche, Klaus Wiethaup, der ihm als „Mentor“ im Laufe der Jahre immer wieder Ratschläge gegeben habe.

Die Liste der Künstler, die aufgetreten sind, ist lang. „Einige sind wiedergekommen“, schmunzelt Manfred Wordtmann und freut sich, dass es mehrere Stammgäste gibt. Einer von ihnen ist Professor Dr. Joachim Dorfmüller. „Der hat ein paar Mal die Orgel gefordert.“

Weil viele Musiker die Akustik der Pfarrkirche schätzen, wurden bei mehreren Konzerten Aufnahmen für CDs und zur Veröffentlichung im Internet gemacht. Mit weit mehr als 35000 Aufrufen bei Youtube sehr beliebt ist ein Mitschnitt aus dem Jahr 2006: Werner Raabe (Klarinette) und Manfred Wordtmann (Orgel) spielten aus dem Klarinettenkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart den zweiten Satz, Adagio.

Auch im zehnten Jahr der „Musik zur Marktzeit“ setzte ihr Organisator wieder neue Akzente, etwa die Rezitation von Texten des Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch durch Franz-Josef Janning oder die Jazz-Session unter freiem Himmel am Dorfbrunnen im Sommer. „Es geht weiter. Aus dem einem kommt das andere“, schaut Manfred Wordtmann nach vorne und hat schon wieder Ideen im Kopf.

Ich habe da etwas losgetreten, was mir manchmal nicht ganz geheuer war.

Manfred Wordtmann
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