Ilse Budde gibt KBW-Leitung nach 25 Jahren ab
Eltern waren froh über Tanzkurse

Hohenholte -

Nach 25 Jahren hört Ilse Budde als Leiterin des KBW Hohenholte auf. 1988 gestaltete sie ihr erstes Veranstaltungsprogramm. Kreativkurse waren damals besonders gefragt.

Mittwoch, 04.12.2013, 09:12 Uhr

Ende 1987 bekam Ilse Budde einen Anruf von einer Hohenholterin, ob sie nicht das Katholische Bildungswerk (KBW) für Hohenholte übernehmen könne. Nach drei Tagen sagte die damalige Neubürgerin nach reiflicher Überlegung zu und hat dies in den 25 Jahren ihres Wirkens auch nicht bereut. „Das erste KBW-Programm habe ich dann gleich 1988 gestaltet. Kreativkurse waren sehr angesagt. Alle Welt wollte damals Puppen basteln“, erzählt Ilse Budde aus den Anfängen im Gespräch mit den WN.

Die gebürtige Münsteranerin hatte sich mit ihrem Mann das „schöne kleine Stiftsdorf“ ausgesucht, um dort zu bauen. Kurze Zeit später nahmen sie ihre Mutter zu sich und pflegten sie in ihrem Haus.

Ilse Budde war von Haus aus evangelisch und sah sich vor 25 Jahren eigentlich gar nicht als Leiterin eines katholischen Bildungswerks. Als sie Pfarrer Klemens Emmerich dazu befragte, weil sie auch den Schlüssel für das Pfarrheim benötigte, sagte der in seiner gutmütigen und trockenen Art: „Das stört mich überhaupt nicht.“

Ilse Budde fühlte sich schnell in ihrer Rolle als KBW-Leiterin wohl, weil sie immer erforschte, was könnte die Menschen in dieser Zeit interessieren. Zehn Veranstaltungen plante sie für ein Jahr. Viele Themen überlebten sich, andere wiederum wurden zum Dauerbrenner. Stolz ist sie auf das Angebot „Leinen und Weißstickerei“ mit einer Kursusleiterin aus Rorup, die inzwischen 86 Jahre alt ist und immer noch nach Hohenholte kommt. „Es sind dabei Kunstwerke von hohem Wert entstanden, was ich nie für möglich gehalten hätte“, erzählt die KBW-Leiterin von Höhepunkten aus den zahlreichen Veranstaltungen.

Ganz dankbar zeigten sich die Eltern von Jugendlichen, dass ihre Kinder einen Tanzkursus in Hohenholte absolvieren konnten und nicht weit fahren mussten. „Wir hatten in der alten Schule den kompletten Saal voll und alle hatten Spaß, sodass gleich danach ein Lehrgang für Erwachsene stattfand“, freut sich Ilse Budde über Aktionen, die vorher nicht unbedingt nach Erfolg aussahen.

Aber auch das Feld der Gesundheit und der Heimatkunde wurde beackert. Ausflüge zu Museen nach Münster waren in jedem Jahr dabei. Später kamen mit dem Wahl-Hohenholter Dr. Bernd Tenbergen interessante Führungen im Naturkundemuseum in Münster dazu. Durch den Mitarbeiter Tenbergen waren Führungen hinter den Kulissen des spannenden Museums neben dem Zoo möglich. Ilse Budde: „Ich habe immer interessante Referenten für die Vorträge und Ausflüge bekommen. Nur in wenigen Fällen musste in den 25 Jahren mal ein Vortrag ausfallen, weil keiner an dem Abend kam.“

Schöne Erinnerungen an ein Vierteljahrhundert bleiben der scheidenden KBW-Leiterin. Sie bleibt weiterhin als Ansprechpartnerin für das KBW tätig, bis sich eine neue Leitung gefunden ist.

„Frau Budde hat für den kleinen Ort Hohenholte eine wunderbare Arbeit geleistet“, sagte Johannes Heling , Leiter des Kreisbildungswerks.

Ich habe immer interessante Referenten für die Vorträge und Ausflüge bekommen.

Ilse Budde
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