Drei Orte gründen interkommunale Arbeitsgemeinschaft
„Netzwerk Baukultur“ gestartet

Havixbeck -

Vertreter aus Havixbeck, Billerbeck und Hamminkeln-Dingden gaben den Startschuss für das „Netzwerk Baukultur im westlichen Münsterland“. Das Projekt soll im Rahmen der Regionale 2016 weiterentwickelt werden.

Dienstag, 11.02.2014, 18:02 Uhr

Aus Theorie wird Praxis, aus vielen guten Ideen eine Arbeitsgemeinschaft über kommunale Grenzen hinweg. Vertreter aus Havixbeck , Billerbeck und Hamminkeln-Dingden haben kürzlich den Startschuss für das „ Netzwerk Baukultur im westlichen Münsterland“ gegeben. Das Projekt soll im Rahmen der Regionale 2016 weiterentwickelt und die interkommunale Zusammenarbeit gefestigt werden.

Hinter dem etwas sperrigen Titel verbirgt sich ein einfacher Plan: für die Region typische Architektur und Bauweisen sollen erlebbar gemacht und neue Impulse auch für das zeitgenössische Bauen gegeben werden. Für jeden Standort gibt es bereits konkrete Ideen: In Hamminkeln-Dingden soll in einem denkmalgeschützten Gebäude die „BauKulturStelle“ entstehen – ein Kompetenzzentrum für Baukultur und Dorferneuerung. Ein „Informationszentrum BauKultur Westmünsterland“ in Billerbeck soll als Denkwerkstatt und Akademie neue Perspektiven für das heutige Bauen eröffnen. Zudem ist in Havixbeck geplant, das Baumberger-Sandstein-Museum zu einer „Akademie für Sandstein“ zu erweitern, in der Interessierte eine fachkundige Beratung zum Umgang mit dem typischen Baumaterial der Region finden können.

Im Regionale-Prozess hat das Projekt bislang den C-Status erreicht. Für die Weiterentwicklung hat sich die interkommunale Arbeitsgruppe etabliert, die kürzlich in Velen erstmals tagte. Bei der Projektentwicklung helfen soll das Büro „startklar.projekt.kommunikation“, welches unter anderem mit Unterstützung des Leader-Förderprogramms beauftragt wurde.

Bestandteil der Förderung sind auch bauliche Machbarkeitsstudien, die an den Standorten Dingden, Havixbeck und Billerbeck durch Architekten erstellt werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Regionale 2016 Agentur. Zudem wird angestrebt, das interkommunale Trio zu einem Quartett zu erweitern: In Lüdinghausen könnte im ältesten Bauernhaus Westfalens ein „Zentrum für historische Baukultur im Münsterland“ entstehen. Nach dem Auftakt sind drei weitere Arbeitsrunden noch in diesem Jahr geplant.

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