Jugendamtsleiterin berichtet über Tageseinrichtungen
Rekordwert bei Zweijährigen

Havixbeck -

Besonders für die neuen Ratsmitglieder stellte sich Johanna Dülker im Sozialausschuss vor.

Donnerstag, 30.10.2014, 08:00 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 30.10.2014, 08:00 Uhr
Kreisjugendamtsleiterin Johanna Dülker berichtete über die Kindergartenbedarfsplanung.
Kreisjugendamtsleiterin Johanna Dülker berichtete über die Kindergartenbedarfsplanung. Foto: Kreis Coesfeld

Besonders für die neuen Ratsmitglieder stellte sich Johanna Dülker im Sozialausschuss vor. Seit zehn Jahren leitet sie das Kreisjugendamt mit Sitz in Coesfeld. Die Städte Dülmen und Coesfeld gehören nicht zu ihrem Bereich, da die beiden Kommunen über eigene Jugendämter verfügen.

Dennoch hat die Leiterin mit ihren vielen Mitarbeiterinnen – „Männer arbeiten in unserer Abteilung fast gar nicht mehr“ – eine Menge Arbeit. Die Bevölkerungsgruppe von 0 bis 20 Jahren werde vom Jugendamt betreut. In den verbleibenden neun Kommunen sind dies immerhin 29 000 Menschen, davon 2 800 in der Gemeinde Havixbeck.

Hauptthema des Abends war die aktuelle Kindertagesbetreuung im Ort. Seit dem 1. August 2013 haben alle Jungen und Mädchen ab dem ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz in einer Einrichtung. „Die Ausgangslage war auch für die Gemeinde Havixbeck eine große Herausforderung“, ließ Dülker den Ausschuss wissen. Aber sie sei unter großer Anstrengung aller Beteiligten gemeistert worden.

Generell gebe es in der Baumberge-Gemeinde eine hohen Nachfragequote nach Plätze in den acht Kitas einschließlich Hohenholte. Johanna Dülker erwähnte den Rekordwert bei den Zweijährigen. Immerhin habe eine Nachfrage von 92 Prozent bestanden. Dieser Wert sei ihr im ganzen Kreis nicht bekannt. Spitzenwerte bei den Einjährigen von 53 Prozent habe sie auch nur in wenigen Gemeinden gesehen. Dies liege zum einen daran, dass es viele Auspendler im Ort gebe. Zum anderen sei der Anteil der berufstätigen Frauen sehr hoch. Die Expertin vom Kreis zeigte sich aber etwas verwundert darüber, dass schon Schwangere ihre Kinder in Einrichtungen in Havixbeck angemeldet hätten.

Die Mitarbeiter des Kreisjugendamtes besprechen in jedem Jahr mit den insgesamt 76 Einrichtungen, acht davon in Havixbeck, wie die Lage für das kommende Jahr werden könnte. Am gestrigen Mittwoch fand das Gespräch im Havixbecker Rathaus statt. Deshalb konnte Johanna Dülker noch keine Aussagen für das nächste Jahr treffen. „Ich bin einen Tag zu früh hier.“

Sie deutete aber an, dass Havixbeck keine weiteren Kita-Einrichtungen auf Dauer benötige. Wie der Demografiewandel wirklich verlaufe, könne auch keiner vorhersagen. Aber für Havixbeck erwarte man ebenfalls einen Einbruch bei den Kinderzahlen. Dies sei schon jetzt von der Gesamtlage langsam abzulesen.

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