„Törchen“ zeigt „Acht Frauen“
Begeisternde Wiederholung

havixbeck -

Das „Törchen“-Theater hat das Musical „Acht Frauen“ noch einmal aufgelegt. Und die Aufführungen begeisterten erneut.

Montag, 02.03.2015, 07:03 Uhr

Die Hände zum Himmel: Die Schauspielerinnen des „Törchen“-Theaters präsentierten das Musical „Acht Frauen“ mit großem Witz und wunderbar komischen Details.
Die Hände zum Himmel: Die Schauspielerinnen des „Törchen“-Theaters präsentierten das Musical „Acht Frauen“ mit großem Witz und wunderbar komischen Details. Foto: Dieter Klein

„Die Hölle, das sind die anderen“, schrieb einst der französische Dichter und Philosoph Jean-Paul Sartre. Selten wird dies deutlicher als in dem Krimi-Musical „Acht Frauen“ von Robert Thomas. Denn was hier auf dem weihnachtlich verschneiten Landsitz einer (scheinbar) reichen Familie abläuft, steigert sich von liebevollen Sticheleien bis hin zu handgreiflichen Gemeinheiten.

Acht Frauen sind daran beteiligt: Chanel , die Hauswirtschafterin (Andrea Feldbrügge), Louise , das Hausmädchen (Louise Lejeune), Mamy, die Schwiegermutter ( Susanne Westhoff ), Gaby, die Ehefrau (Judith Jost), Augustine, die Schwägerin (Daniela Rosendahl), Cathrine, die Tochter (Judith Steffens), Susanne, die andere Tochter (Luise Janning), und Pierette, die Schwester des Hausherrn. Der allerdings spielt nicht einmal als Leiche eine Rolle (Johanne Schuppert).

Dass er sich nach einer langen Nacht mit den Weibsleuten selbst erschossen hat, bleibt lange geheim. Als seine Leiche gefunden wird, beschuldigt jede die andere, die Mörderin zu sein. Motive gibt es genügend. Und keine der Damen hat ein Alibi.

Die Polizei kann nicht gerufen werden, weil plötzlich die Telefonleitungen durchgeschnitten sind. Auch sonst kann keine Hilfe geholt werden, da der einzige Wagen unbrauchbar gemacht worden ist. Von wem? Von niemandem? Oder von jeder!

Regisseurin Louise Lejeune hat es blendend verstanden, auch die Wiederholung der köstlichen Krimikomödie mit Pep und viel schwarzem Humor zu inszenieren. So wandern die Sympathien der Zuschauer genauso konfus umher, wie das Stück an Zickigkeit und Lügengeschichten zunimmt. Wobei die Verdächtigungen untereinander von „heimlichen Schwangerschaften“, „Giftmord“, lesbischen Neigungen bis hin zum klassischen Irrsinn reichen.

Und weil die acht Schauspielerinnen dazu noch ein beachtliches Stimmvolumen offenbaren, wenn sie Lieder von Marlene Dietrich bis Amy Winehouse singen, und dabei die gespielten Charaktere noch mehr verqueren, ist der Unterhaltungsspaß riesengroß. Ein tolles Stück, dem die Theatergruppe „Das Törchen“ auf hohem Niveau ideal gerecht wurde.

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