Baumberger-Sandstein-Museum
Ausstellung zum Anfassen und Erleben

Havixbeck -

Die neue Sonderausstellung im Baumberger-Sandstein-Museum hat Erlebnischarakter. Unter dem Titel „Die Schüssel ist voll“ stellt sie die Quellen der Baumberge vor.

Mittwoch, 08.04.2015, 06:04 Uhr

Am Modell der Baumberge demonstrieren Dr. Patricia Göbel (r.) und Katharina Kähler, wie der Regen sich unterirdisch verteilt und das Wasser zu den Quellen findet.
Am Modell der Baumberge demonstrieren Dr. Patricia Göbel (r.) und Katharina Kähler, wie der Regen sich unterirdisch verteilt und das Wasser zu den Quellen findet. Foto: Daniela Reichert

Dr. Patricia Göbel hält die Wasserflasche fest in der Hand. Die Mitarbeiterin des Institutes für Geologie an der Universität Münster spielt den Regen, der sich flächenhaft auf die Baumberge verteilt. Anhand des Baumberger Modells aus Styropor veranschaulicht Göbel, wie sich der Niederschlag seinen Weg zu allen Quellen gleichzeitig bahnt. „Der Regen speist eine unterirdische Schüssel. Diese läuft an den Quellen über und fließt so in diese hinein“, erläutert sie. Und das auf gleich hohem Niveau. Denn: Alle Quellen in den Baumbergen liegen auf einer Höhe von rund 120 Metern. Das Baumberger Modell im Sandsteinmuseum lädt zum Mitmachen ein. Große und auch kleine Besucher können das Wasser selbst fließen lassen.

Konzipiert wurde die Ausstellung „Die Schüssel ist voll“ vom Institut für Geologie und Paläontologie sowie von der Arbeitsstelle Forschungstransfer der Universität Münster. „Ich freue mich, dass wir diese besondere Ausstellung nach Havixbeck holen konnten“, unterstrich Museumsleiter Dr. Joachim Eichler . „Sie ist goldrichtig für uns.“ Denn sie wird von charmanten und raffinierten Mitmach-Angeboten sowie von einem informativen wissenschaftlichen Teil begleitet. Sieben Infotafeln erzählen über die Geologie der Baumberge, die Chemie der Gesteine, die Quelle als besonderen Lebensraum und die dort herrschende Artenvielfalt.

Die Ausstellungsmacherinnen sind ungewöhnliche Wege gegangen, um die Inhalte zu vermitteln. „Es gibt nicht nur etwas zu sehen, sondern auch zu hören, und man kann einige Dinge selbst ausprobieren“, schildert Dr. Göbel. So gibt es Quellmusik in der Quellenlounge und Quellwasser zum Probieren. Unter dem Mikroskop erfahren Gäste, welche Tiere und Materialien in der Quelle zu finden sind: Totholz, Sandstein oder Falllaub können genauer unter die Lupe genommen werden.

„Die Ausstellung kann mit allen Sinnen genossen werden“, stellt Dr. Göbel heraus. Und Katharina Kähler von der Arbeitsstelle Forschungstransfer ergänzt: „Die Quellenlounge ist etwas ganz Besonderes. Es fühlt sich so an, als würde man wirklich in einer Quelle sitzen.“

Das Quellenprojekt der Uni Münster untersucht seit 2007 mehr als 80 Quellaustritte und beschreibt Flora und Fauna vor Ort. „Die Ausstellung soll sensibilisieren. Denn jede Quelle ist ein Biotop“, macht Göbel deutlich.

Die Ausstellung „Die Schüssel ist voll“ kann noch bis zum 10. Mai zu den Öffnungszeiten des Museums besucht werden.

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