Wohngebiete Habichtsbach I und II
Anlieger gegen Durchfahrt

Havixbeck -

Der Ratsbeschluss, dass es eine Verbindungsstraße vom Wohngebiet Habichtsbach I zum noch zu erschließenden Baugebiet Habichtsbach II geben soll, sorgt für Unmut bei Anwohnern.

Dienstag, 28.04.2015, 18:04 Uhr

Die Grünzone markiert den Übergang von Habichtsbach I zu Habichtsbach II. An dieser Stelle (roter Kreis) ist die Durchfahrt geplant.
Die Grünzone markiert den Übergang von Habichtsbach I zu Habichtsbach II. An dieser Stelle (roter Kreis) ist die Durchfahrt geplant. Foto: Montage: chr

Seit dem Ratsbeschluss vom vergangenen Donnerstag, der besagt, dass es eine Verbindungsstraße zwischen dem Wohngebiet „Habichtsbach I“ und dem neu zu bebauenden „Habichtsbach II“ geben soll, herrscht Unruhe bei den Anliegern, die teilweise schon fünf Jahre dort wohnen.

Sie sehen die Durchfahrtsstraße als nicht geeignet an, da die Kinder an der Stelle nicht frei herumlaufen könnten und die durchfahrenden Fahrzeuge keine Rücksicht nehmen würden.

Dieser Meinung sind auch Jan-Bernd und Sandra Scharlau , die direkt an der Grünzone zum neuen Baugebiet wohnen. Das Ehepaar findet einige Dinge nicht in Ordnung, die in Zusammenhang mit der Planung einhergehen. „Wie kann ein Biotop von heute auf morgen trockengelegt werden“, fragt sich Sandra Scharlau, die gerne mit ihren Kindern dort die Vögel beobachtet hat. Das Versprechen der Kommunalpolitik, besonders viel für Familien im Ort zu machen, hält sie inzwischen für leere Wahlversprechen. „Wir akzeptieren hier einen Fuß- und Radweg, aber keine Durchfahrtsstraße“, erklärt Jan-Bernd Scharlau im Gespräch mit unserer Zeitung.

An dieser Stelle soll die Durchfahrt zum Baugebiet Habichtsbach II entstehen.

An dieser Stelle soll die Durchfahrt zum Baugebiet Habichtsbach II entstehen. Foto: Klaus de Carné

Für Ira Kalvelage bedeutet der zunehmende Verkehr auch eine Belastung, die sie und ihr Mann nicht hinnehmen möchten. „Wir waren von Anfang an begeistert vom Wohngebiet und haben uns hier ein schönes Haus gebaut“, schildert sie im Gespräch mit den WN. Fakt sei, dass durch die Öffnung für den Durchgangsverkehr eine Querverbindung zwischen Schützenstraße und Altenberger Straße geschaffen würde. „Der Weg durch den Habichtsbach wird so zum Schleichweg, um die umständliche Ortsdurchfahrt zu umgehen. Egal, wie sehr sich die Politik und die Planer bemühen, den Verkehr zu beruhigen, es wird eine Vielzahl von Fahrzeugen geben, die diese Abkürzung nehmen werden“, so Ira Kalvelage.

Um der Angelegenheit mehr Nachdruck zu verleihen, haben eine Reihe von Anwohnern eine Unterschriftenaktion gegen die Entscheidung des Gemeinderats gestartet. In den nächsten Tagen sollen weitere Aktionen folgen.

Wie das ehemalige Biotop (vorne) gestaltet wird, ist noch offen.

Wie das ehemalige Biotop (vorne) gestaltet wird, ist noch offen. Foto: Klaus de Carné

Bürgermeister Klaus Gromöller hält zwei Zufahrten für gar nicht so schlecht, erklärte er auf WN-Nachfrage. Das, was man in den anderen Baugebieten verpasst habe, könne am Habichtsbach besser gemacht werden. Auch die zunächst dargestellte sogenannte Tangente würde so nicht weiterverfolgt. „Um diese Straße bauen zu können, benötigen wir Geld – und das ist nicht vorhanden“, so Gromöller. Angedacht sei eine Verbindungsstraße vom Hangwerfeld aus, die in einem leichten Bogen zur Altenberger Straße führt. Aber auch das würde zunächst nicht verfolgt. Das komme später.

Fachbereichsleiterin Monika Böse hofft, dass ab Juni die Offenlegung des überarbeiteten Bebauungsplans erfolgen könne. In der vierwöchigen Phase könnten alle Bürger ihre Bedenken äußern. Danach würde das Thema in den Ausschüssen und im Rat diskutiert.

Am oberen Bildrand sieht man die Fläche für ein mögliches weiteres Baugebiet „Habichtsbach III“.

Am oberen Bildrand sieht man die Fläche für ein mögliches weiteres Baugebiet „Habichtsbach III“. Foto: Klaus de Carné

Wesentliche Eckpunkte des Bebauungsplans sind abschließend noch nicht geklärt. In der nächsten Woche wird mit den Wasserbehörden, dem Planungsbüro, und Fraktionsvertretern sowie der Verwaltung ein Ortstermin zur Gestaltung des Grabens A abgehalten. Diese sei ausschlaggebend für die komplette Planung. Die Grünzone zwischen den Baugebieten sei zwar trockengelegt, könne aber vielleicht mit Wasser gestaltet werden, so Monika Böse.

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