Wasserlabor untersucht Proben aus Brunnen
Ein schützenswertes Gut

Havixbeck -

Wie steht es um die Qualität des Brunnenwassers? Antworten auf diese Frage gab es am Labormobil des Vereins VSR-Gewässerschutz, das in der Fußgängerzone Station machte.

Donnerstag, 04.06.2015, 08:06 Uhr

Das Labormobil des Vereins VSR-Gewässerschutz machte Halt in der Fußgängerzone. Diplom-Physiker Harald Gülzow untersuchte direkt vor Ort das Wasser aus Havixbecker Brunnen.
Das Labormobil des Vereins VSR-Gewässerschutz machte Halt in der Fußgängerzone. Diplom-Physiker Harald Gülzow untersuchte direkt vor Ort das Wasser aus Havixbecker Brunnen. Foto: Ansgar Kreuz

Zum Befüllen des Planschbeckens, Gießen der Gemüsebeete oder Bewässern von Blumen, Sträuchern und Rasenflächen ist ein eigener Brunnen eine praktische Sache. Viele Havixbecker nutzen für diese Zwecke ein solches Bohrloch auf ihrem Grundstück als Alternative zur Verwendung des kostbaren und auch kostspieligen Trinkwassers aus der Leitung. Doch wie steht es um die Qualität des Brunnenwassers ? Antworten auf diese Frage gab es am Labormobil des Vereins VSR-Gewässerschutz, das in der Fußgängerzone Station machte.

„Aus eigener Gesundheitsvorsorge ist es sinnvoll, sein Wasser zu kennen“, erklärte Harald Gülzow vom Verein VSR-Gewässerschutz im Gespräch mit unserer Zeitung. Und so nutzte eine Reihe von Havixbeckern die Gelegenheit, die Qualität ihres Brunnenwassers gegen eine Kostenbeteiligung untersuchen zu lassen. Die Grunduntersuchung der Wasserproben auf Nitrat-, Säure- und Salzgehalt führte Diplom-Physiker Harald Gülzow direkt vor Ort im Labormobil durch. Das Ergebnis konnten die Brunnenbesitzer gut eine Stunde später abholen.

Die Untersuchung des Brunnenwassers auf weitere Parameter wie Eisen und Bakterien ist aufwendiger. Deshalb nahm Harald Gülzow diese Wasserproben mit in das Labor der Gewässerschutzorganisation. Das Ergebnis bekommen die Brunnenbesitzer nach rund eineinhalb Wochen in Form eines Gutachtens dann per Post zugeschickt.

Konkrete Zahlen, wie viele Havixbecker Wasser aus ihren eigenen Brunnen fördern, konnte Harald Gülzow nicht nennen. Aus der Erfahrung heraus vermutete er, dass es in zwei von drei Gärten Brunnen gäbe. Ein Grund für die Hohe Dichte an Brunnen in der Region sei, dass der Grundwasserspiegel in einer gut erreichbaren Tiefe läge.

Neben der Untersuchung der Wasserproben berät das Team von VSR-Gewässerschutz die Brunnenbesitzer sobald die Ergebnisse vorliegen, ob das Wasser zum Gießen, Befüllen des Planschbeckens, Waschen oder sogar zum Trinken geeignet ist. Werden Grenzwerte überschritten, können Filteranlagen Abhilfe schaffen. Allerdings verursacht dies Kosten. „Besser ist es, dass das Grundwasser möglichst unbelastet ist und sogar die direkte Nutzung als Trinkwasser möglich ist“, so Harald Gülzow. Deshalb setzt sich der Verein dafür ein, dass die Qualität des Grundwassers auch außerhalb von Wasserschutzgebieten verbessert wird.

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