Musiker aus Kanada im Sandstein-Museum
„Campbell & Green“ trifft Herzen der Zuhörer

Havixbeck -

Robert Campbell und Cailin Green sind mit Leib und Seele Singer- and Songwriter; das umfasst Pop, Folk, Blues und streckt die musikalischen Fühler nach vielen Bereichen aus.

Montag, 28.09.2015, 22:09 Uhr

Über die handgeklöppelte Kanada-Fahne, die ihnen eine Zuschauerin schenkte, freuten sich die Musiker Cailin Green und Robert Campbell besonders.
Über die handgeklöppelte Kanada-Fahne, die ihnen eine Zuschauerin schenkte, freuten sich die Musiker Cailin Green und Robert Campbell besonders. Foto: Arndt Zinkant

In Kanada , so war zu vernehmen, sei es durchaus üblich, im privaten Rahmen von „House Concerts“ aufzutreten. Auch beim Duo „ Campbell & Green “ ist dies häufig der Fall – insofern war die beinahe private Atmosphäre im Sandstein-Museum absolut passend für das sympathische Ehepaar aus Nova Scotia . Es war für die Musiker das erste Konzert außerhalb von Kanada überhaupt, und das Publikum war von ihrem Können und vom Charme hingerissen.

Robert Campbell und Cailin Green sind mit Leib und Seele Singer- and Songwriter; das umfasst Pop, Folk, Blues und streckt die musikalischen Fühler nach vielen Bereichen aus. Am wichtigsten aber sind die Geschichten hinter den Noten. „We tell stories“, sagt Cailin Green, „that’s what songwriters do!“ Zum Glück ist das Publikum im Englischen firm genug, um den Stories des Paares folgen zu können (und wird dafür auch von Robert Campbell lächelnd gelobt).

Was für Stories sind zu hören? Es kann ein ganz normaler Tag sein, den Cailin als Liebeserklärung für Robert besingt. Ein Lächeln, ein Kuss, ein Spaziergang im Freien – was braucht man mehr? Das ist immer melodisch sehr inspiriert. Die Sängerin mit der Gitarre hat eine helle, schöne Stimme, die sie clever zwischen Pop und Folk zu balancieren weiß. Er wünschte, er könne so singen, lächelt Robert. „Is’nt he a great piano player?“, fragt Cailin an anderer Stelle lächelnd ins Publikum.

Sein Keyboard ist leider so niedrig ausgepegelt, dass es im Vergleich zur Gitarre manchmal zu leise und schwachbrüstig klingt – Gentleman hin, Gentleman her. Wenn Campbell aber den Blues kriegt, wird es auch mal kerniger. Er singt ihn für B.B. King, darüber, wie er ihn „Sweet home Chicago“ singen hörte. Aber auch über die gefährliche Leidenschaft eines „Gamblers“ und Spielsüchtigen weiß er singend zu erzählen („Dancing with Lady Luck“).

Seine Cailin, erzählt er, sei auch bildende Künstlerin und habe für ihren „Fairy tale song“ eine Animation geschaffen, die man auf Youtube sehen kann. Wenn sie dann im Sandstein-Museum von uralten Zeiten und dem Traum vom „schönen Prinzen“ singt, liefert Roberts Keyboard die „Streicher“ aus dem Synthesizer. Angst vor Gefühl, vielleicht gar zu gefühligen Momenten hat das Duo nicht. Denn was so ehrlich musiziert wird, trifft auch ins Herz.

Die Tür nach Deutschland öffnete Jessica Moryson, speziell die nach Billerbeck über eine Freundin. Für sie wurde vom Publikum lauthals „Happy Birthday“ gesungen. Und eine Besucherin mit familiären Banden nach Kanada hatte sogar eine kleine, handgeklöppelte Kanada-Fahne als Geschenk mitgebracht. Da lächelte das fröhliche Musikerpaar dann noch etwas fröhlicher.

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