Leihgabe
Skulptur findet Platz auf Friedhof

Havixbeck -

Nach dem Kirchenprojekt „Heute ist Freitag“ in der Pfarrkirche St. Dionysius wird das Kunstwerk von Ludwig Maria Vongries auf dem Friedhof aufgestellt.

Donnerstag, 14.04.2016, 18:04 Uhr

Der Umweltausschuss traf sich vor der Sitzung auf dem Havixbecker Friedhof, um die möglichen Standorte für die Skulptur von Ludwig Maria Vongries (Mitte) zu prüfen.
Der Umweltausschuss traf sich vor der Sitzung auf dem Havixbecker Friedhof, um die möglichen Standorte für die Skulptur von Ludwig Maria Vongries (Mitte) zu prüfen. Foto: Klaus de Carné

Nach Abschluss der Projektreihe „Heute ist Freitag“ in der Pfarrkirche St. Dionysius Ende Juni wird die Skulptur des Künstlers Ludwig Maria Vongries auf dem Friedhof aufgestellt. Der künftige Standort des fünf Meter hohen Kunstwerks aus Stahl und Holz liegt im Bereich des Biotops nahe dem Ausgang zur Gartenstraße. Einstimmig sprach sich der Ausschuss für Umwelt, Denkmal, Feuerwehr und Friedhof für die Errichtung der Skulptur an dieser Stelle aus.

Die Ausschussmitglieder dankten dem Künstler für dessen Bereitschaft, der Gemeinde das Kunstwerk als Leihgabe für eine Dauer von zunächst fünf Jahren zu überlassen. Es besteht für beide Seiten die Option der Verlängerung.

Vor der Sitzung am Donnerstagabend im Rathaus befasste sich der Ausschuss auf dem Friedhof mit möglichen Standorten. Der Vorschlag aus dem Bürgerantrag, die Skulptur auf dem Wiesengrabfeld in der Nähe der Trauerhalle zu errichten, lässt sich nicht umsetzen.

Mangelnder Platz für das Fundament, vorhandene Vegetation und gestalterische Gründe sprechen dagegen. Der von Friedhofsgärtner Michael Schulz vorgestellte Platz innerhalb des Biotops fand die Zustimmung aller Beteiligten. Die Skulptur erhält dort einen Rahmen durch die bereits vorhandene Bepflanzung.

„Die Resonanz auf diese Arbeit ist sehr umfangreich“, berichtete Ludwig Maria Vongries später in der Ausschusssitzung. In der Pfarrkirche St. Dionysius liegt ein Besucherbuch aus. Dort gebe es intensive Rückmeldungen, viele positive sowie auch einige negative. „Wenn die Arbeit auf dem Friedhof zu sehen ist, kann die positive Auseinandersetzung mit der Skulptur weitergehen“, sagte der Künstler.

Betrachtet wurde der Umzug der Skulptur aus der Pfarrkirche St. Dionysius auf den Friedhof von den Kommunalpolitikern auch unter dem Aspekt der Kosten. „Wir haben für diesen Zweck kein Geld im Haushalt“, erklärte Fachbereichsleiterin Monika Böse. Dankbar aufgenommen wurde in der Runde daher das Angebot der Firma Daldrup, das Material und die Arbeit für die Erstellung des Fundaments zu spenden.

Die Höhe der Kosten für Ab- und Aufbau sowie Transport der Skulptur soll bis zur Entscheidung im Rat noch genauer durch die Gemeindeverwaltung ermittelt werden. Dazu sollen Gespräche mit der Katholischen Kirchengemeinde geführt werden. Verwiesen wurde im Ausschuss auf das Angebot eines Umzugsunternehmens, das sich auf 1800 Euro beläuft. Ein Leihvertrag wird vorbereitet.

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