Skulptur
„Ich finde es unangemessen und bin strikt dagegen“

Havixbeck -

Über die Aufstellung der Skulptur des Künstlers Ludwig Maria Vongries, die derzeit in der Pfarrkirche St. Dionysius steht, auf dem Friedhof diskutierte der Haupt- und Finanzausschuss.

Freitag, 22.04.2016, 06:04 Uhr

Die fünf Meter hohe Skulptur, die derzeit in St. Dionysius steht, soll Ende Juni einen Platz auf dem Havixbecker Friedhof bekommen.
Die fünf Meter hohe Skulptur, die derzeit in St. Dionysius steht, soll Ende Juni einen Platz auf dem Havixbecker Friedhof bekommen. Foto: Maxi Kraehling

Der Haupt- und Finanzausschuss hatte am Mittwochabend auch über den Bürgerantrag zu befinden, der die Aufstellung der Skulptur des Havixbecker Künstlers Ludwig Maria Vongries auf dem Friedhof vorschlägt. Die fünf Meter hohe Skulptur steht zurzeit noch in der St.-Dionysius-Kirche. Der Havixbecker hat das Kunstwerk für die Kirchenaktion „Heute ist Freitag“ gestaltet.

Für die Dauer von fünf Jahren soll die Skulptur, die aus einem Eichenholzkörper sowie einer Aufhängung aus Stahl besteht, auf dem Friedhof ihren Platz finden.

Vor einer Woche hat der Umweltausschuss auf dem Friedhof den passenden Platz ausgesucht. Nach Auffassung des Künstlers brauche sein Werk durch eine Begrünung einen optischen Halt. Der Wunsch war, die Arbeit auf dem Wiesengrabfeld aufzustellen. Dass der Untergrund dafür nicht ausreicht, konnte Friedhofsgärtner Michael Schulz plausibel beim Ortstermin erklären. Nun soll das fünf Meter hohe Werk etwas weiter an einem Biotop seinen Platz erhalten. Dazu muss ein Fundament errichtet werden, das gesponsert wird.

Über die Abbau- und Transportkosten in Höhe von 1800 Euro hatten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses abzustimmen. Im Umweltausschuss wurde einstimmig für die Aufstellung auf dem Friedhof votiert.

„Wir sind hier im Haupt- und Finanzausschuss und reden über jeden Euro, der eingespart werden muss“, so SPD-Fraktionsvorsitzende Margarete Schäpers . Sie hielt die Summe für unangemessen und möchte, dass die Kirche oder andere Sponsoren dafür aufkommen. Sie verwies darauf, dass bei Schülern eingespart würde, „dabei geht es um 300 Euro für den AFG-Schulsport“ und hier werde großzügig entschieden. Weitere SPD-Ausschussmitglieder wie Ludger Messing und Sabine Bäumler-Özkent zeigten sich ebenfalls nicht damit einverstanden, so viel Geld dafür einzusetzen. Vielleicht sei Platz in Pastors Garten oder an einer anderen Stelle. „Ich finde es unangemessen und bin strikt dagegen“, so Schäpers.

„1000 Euro sind viel Geld, die wir an anderen Stellen besser einsetzen müssen“, erklärte FDP-Fraktionsvorsitzender Friedbernd Krotoszynski. Er sah auch nicht unbedingt die Notwendigkeit. Außerdem sei auch nicht geklärt, was nach fünf Jahren sei, ob ein Abbau bezahlt werden müsse. Dementsprechend fiel die Abstimmung aus: 6 Ja-, 4 Nein-Stimmen, eine Enthaltung. Bleibt abzuwarten, wie der Rat in einer Woche entscheidet.

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