Mitmach-Konzert in St. Dionysius
Im Rausch der Klänge

Havixbeck -

Um das Ausprobieren und Mitmachen ging es beim Konzert in der Pfarrkirche St. Dionysius im Rahmen des Kirchenprojekts „Heute ist Freitag“.

Dienstag, 24.05.2016, 06:05 Uhr

Die Besucher waren eingeladen, das Orgelspiel mit verschiedenen Percussion-Instrumenten zu begleiten.
Die Besucher waren eingeladen, das Orgelspiel mit verschiedenen Percussion-Instrumenten zu begleiten. Foto: Maxi Krähling

Ein Konzert zum Ausprobieren und Mitmachen. Matthias Schulte oben auf der Orgelempore , die Besucher unten im leeren Kirchenraum mit Gongs, Templeblocks, Trommeln und Klangschalen ausgestattet. Sich den Raum durch die Musik erschließen, gemeinsam experimentieren – das stand beim Konzert in der Pfarrkirche St. Dionysius ganz oben auf der Erwartungsliste.

„Am liebsten würde ich die Percussion-Instrumente selber betätigen, wenn ich könnte“, lachte Organist Matthias Schulte bei der Begrüßung. Aber das ging nicht, denn er musste mit der Orgel den musikalischen Grundstock liefern. Zu diesem durften sich die Besucher nach eigenem Gusto mit den Percussion-Instrumenten einbringen. Nicht viele waren gekommen, aber die Anwesenden gingen dafür nach anfänglicher Befangenheit umso mutiger ans Werk.

Am Beginn stand die kleine Orgelmesse „Annum per annum“ vom lettischen Komponisten Arvo Pärt . Der hat dieses Stück anlässlich des Domjubiläums von Speyer geschrieben. Groß und mächtig fing es an, bis der Havixbecker Orgel der Saft abgedreht wurde und sie jämmerlich in sich versank. Alles Teil der Komposition. Danach ging es hell klingend, glöckchengleich weiter.

„Versuchen Sie sich in den Rhythmus einzufinden, und dann kann jeder sich dort einbringen, wo er möchte“, hatte Matthias Schulte eingangs erklärt. Das setzten die Zuhörer folgsam um.

Mit sichtlich kindlicher Freude tasteten sie sich an die verschiedenen Instrumente heran. Je größer die Begeisterung, desto lauter teilweise auch die Klänge, die den Instrumenten entlockt wurden. Der Rhythmus und die gerade gespielte Melodie der Orgel gingen darüber im Rausch des Klanges so manches Mal verloren.

Aber ein Konzert zum Mitmachen sollte es ja sein. So gingen die folgenden Stücke teilweise fließend ineinander über, weil unten im Kirchenraum nicht immer darauf geachtet wurde, was oben auf der Empore geschah.

„Da war aber viel los. Der Klang war interessant“, sagte Matthias Schulte. Eigentlich habe er sich den Einsatz der Percussion-Instrumente etwas sparsamer vorgestellt, war aber trotzdem froh über die Beteiligung der Besucher.

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