Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Mehr Flexibilität gewünscht

Havixbeck -

Wie lassen sich Beruf und Familie besser vereinbaren? Wie dies in Havixbeck gelingen kann, diskutierte eine Arbeitskreis, dem Vertreter aus Kommunalpolitik und Gemeindeelternrat angehören, mit Eltern.

Dienstag, 05.07.2016, 20:07 Uhr

Der Arbeitskreis und die Zuhörer erarbeiteten Schwerpunkte für jede Institution: (
Der Arbeitskreis und die Zuhörer erarbeiteten Schwerpunkte für jede Institution: ( Foto: Maxi Krähling

Frühere und längere Öffnungszeiten von Kindertageseinrichtungen oder Offener Ganztagsgrundschule (OGS) und eine flexiblere Unterbringung der Kinder in der Woche, auch in den Ferien. Das sind für Havixbecker Eltern die Punkte, die es ihnen leichter machen würden, Familie und Beruf besser miteinander zu vereinen. Das hat zumindest der Informationsabend des Arbeitskreises der Ratsfraktionen und des Gemeindeelternrates zur „ Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ am Montag ergeben.

Gemeinsam mit Eltern und Betreuern wertete der Arbeitskreis den Ist-Zustand in Havixbeck aus, analysierte aber auch Schwachpunkte und Optimierungsbedarf der einzelnen Institutionen. „Jedem Kind ein Kita-Platz.“ Diesem Rechtsanspruch kommen die Kitas in Havixbeck nach. Auch bei den Schulen klappt die Betreuung über den Schulunterricht hinaus in die Nachmittagsstunden hinein gut.

2.338 Kinder und Jugendliche gibt es in Havixbeck (Stand Oktober 2015). Die Anne-Frank-Gesamtschule besuchen 1.063 Schüler, aber nicht alle kommen aus Havixbeck, zur Grundschule gehen 416. Der Rest teilt sich auf OGS, Kitas oder Kindertagesstätten auf. Vor allem die Betreuungsquote im U3-Bereich sei besonders hoch. „Wir haben ein gutes und vielschichtiges Angebot, dennoch gibt es Verbesserungspotenzial“, sagte Thorsten Webering , Mitglied des Arbeitskreises und der CDU-Fraktion.

Dem Arbeitskreis liegt es daran, die Transparenz für Eltern zu erhöhen. Sie sollen frühzeitig erfahren, wo noch Plätze in Kitas frei sind. Unter anderem auch, um eine bessere Planungssicherheit in Bezug auf die Versorgung des Kindes, aber auch des eigenen Berufes zu haben. Außerdem hat der Arbeitskreis die Übergangszeiten im Auge, etwa in den Ferien oder in Randzeiten. Denn hier müssen Eltern wesentlich mehr Flexibilität an den Tag legen, um ihr Kind gut betreut zu wissen. „Das wird toll organisiert und da steckt ein riesiges Engagement dahinter, aber teilweise geht das Angebot nur stundenweise. Für einen Arbeitstag reicht das nicht“, erläuterte Alexander Flüthman , Arbeitskreis- und SPD-Mitglied, in Bezug auf das Ferienprogramm.

Vor allem die Öffnungszeiten bereiten den meisten Eltern der Kita- und OGS-Kinder Kopfzerbrechen. Einige würden ihre Jüngsten gerne vor sieben Uhr abgeben können, anderen ist der Abholtermin am Freitag um 15 Uhr zu früh. Meistens alles eine Frage der Organisation von Arbeitszeit, versicherungstechnischen Angelegenheiten und vor allem des Geldes. Selbst bei beispielsweise zwei arbeitsfreien Tage pro Woche, an denen das Kind zu Hause, anstatt in der OGS sein könnte, müssen die Eltern fünf Tage an der OGS buchen. „Die Gelder der Bezirksregierung fließen nur, wenn die Kinder fünf Tage in der Woche die OGS besuchen“, erklärte Flüthmann dieses spezielle Problem.

„Für uns geht es jetzt an die Prüfung der Realisierbarkeit ihrer Wünsche. Wir wollen keine Tabuthemen aufbauen, sondern prüfen, ob wir durch Umgestaltung oder durch Geld in die Hand nehmen etwas verändern können“, sicherte Webering den Eltern zu.

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