Kultur
Von der Rheinromantik umgeben

Havixbeck -

Die „Rheinromantik“ stand im Mittelpunkt einer Konzertlesung auf Haus Stapel. Professorin Dr. Ute Büchter-Römer brachte gemeinsam mit Pianistin Nadja Bulatovic die Bedeutung dieser Epoche den Gästen nahe.

Montag, 29.08.2016, 06:08 Uhr

Empfehlenswerte Konzertlesung: Prof. Dr. Ute Büchter-Römer brachte gemeinsam mit Pianistin Nadja Bulatovic die Epoche der „Rheinromantik“ den Zuhörern näher.
Empfehlenswerte Konzertlesung: Prof. Dr. Ute Büchter-Römer brachte gemeinsam mit Pianistin Nadja Bulatovic die Epoche der „Rheinromantik“ den Zuhörern näher. Foto: Maxi Krähling

Die Rheinromantik hielt lebhaft Einzug in Haus Stapel. Nicht nur wegen der Rheindarstellungen auf den wertvollen Tapeten im Festsaal des Wasserschlosses. Viel mehr zogen die Texte, die Professorin Dr. Ute Büchter-Römer ausgewählt hatte, das Publikum in den Bann der „Rheinromantik“. Bei der gleichnamigen Konzertlesung brachte sie, gemeinsam mit Pianistin Nadja Bulatovic , die Bedeutung dieser Epoche ab 1800 und den Zeitgeist bedeutender Musiker und Dichter den Gästen nahe.

„Wir sind von der Rheinromantik umgeben“, freute sich die Professorin eingangs in Bezug auf die schönen Motive der Tapeten im Konzertsaal. Passend dazu hatte sie Texte, Briefe, Tagebucheintragungen und Gedichte von Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert und Clara Schumann, Johanna Kinkel und Annette von Droste-Hülshoff ausgewählt. All diese Protagonisten verbrachten einige Zeit in der Rheingegend, ließen sich von der Natur verzaubern und genossen das offenherzige Gemüt der Rheinländer.

So organisierte Felix Mendelssohn Bartholdy das Niederrheinische Musikfest ab 1834 und motivierte nicht nur seine Familie in seinen Briefen zu einem Besuch der Rheingegend. „Ein rheinisches Musikfest muss man erlebt haben“, schrieben Bartholdys Schwestern Rebecka und Fanny den Eltern nach Berlin.

Clara und Robert Schumann kamen 1850 nach Düsseldorf. Er leitete die Düsseldorfer Konzerte, sie konzertierte. Johannes Brahms kam ebenfalls in die Rheingegend und wurde von Schumann hochgelobt.

„Es gibt so viel zu erzählen über die Rheinromantik“, erklärte die Musikwissenschaftlerin, „das hier ist nur ein ganz kleiner Auszug“.

Zu den stimmigen Texten, die sie gut verständlich geschichtlich einordnete und bei denen auch eine Prise Humor nicht zu kurz kam, kamen Klavierstücke der jeweiligen Komponisten und Musiker dazu. Dieser Wechsel rundete die Konzertlesung zur Rheinromantik vollends zur Freude des Publikums ab.

Die Veranstaltung fand zugunsten des Denkmalschutzes statt und war von der Ortsstiftung Münster der Deutschen Stiftung Denkmalschutz organisiert worden.

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