Romantischer Klavierabend
Ein Konzert aus einem Guss

Havixbeck -

Im historischen Festsaal des Hauses Stapel unterhielt der Pianist Professor Clemens Rave das Publikum mit Werken aus der Zeit der Romantik.

Montag, 29.08.2016, 19:08 Uhr

Auf dem Knake-Flügel aus dem Jahr 1873 spielte Professor Clemens Rave Werke aus der Romantik.
Auf dem Knake-Flügel aus dem Jahr 1873 spielte Professor Clemens Rave Werke aus der Romantik. Foto: Manfred van Os

Ein lauer Sommerabend, der historische Festsaal im Haus Stapel , Kronleuchter mit echten Kerzen, die das Publikum in eine romantische Stimmung versetzten, dazu am Knake-Flügel von 1873 Professor Clemens Rave , ein absoluter Könner seines Fachs und bei Klassikliebhabern schon längst kein Unbekannter mehr. Für das Konzertprogramm waren Werke von Komponisten aus der Zeit der Romantik zusammengestellt worden. Das alles passte wunderbar zusammen, eine Veranstaltung aus einem Guss.

Hausherrin und Schlossbesitzerin Dr. Mechthild Freifrau Raitz von Frentz begrüßte die Zuhörer im voll besetzten Auditorium. Robert Schumann bildete einen Schwerpunkt des Abends. Begonnen wurde mit der Arabeske op. 18, gefolgt von drei Fantasiestücken op. 12.

Im Anschluss erklang die Holberg-Suite op. 40 von Edvard Grieg. Holberg war ein Dichter im frühen 18. Jahrhundert. Aus Anlass seines 200. Geburtstages komponierte Edvard Grieg die fünfsätzige Suite im Stil der typischen höfischen Tanz- und Liedformen, die zu Holbergs Lebzeiten im Barock üblich waren. Langen Beifall gab es für Professor Clemens Rave zur Pause.

Der zweite Teil begann mit Kinderszenen op. 15 von Robert Schumann. Der 13-teilige Zyklus ist nicht etwa für Kinder geschrieben worden. Schumann bezeichnete diese kurzen Teile als „Rückspiegelung eines Älteren für Ältere“. Das berühmteste Stück, die „Träumerei“, hat sich beinahe aus dem Zyklus heraus verselbstständigt. Träume am Kamin op. 143 hießen drei Stücke von Max Reger. Im Anschluss wurden zwei Intermezzi von Johannes Brahms zur Aufführung gebracht.

Fulminant war das Finale. Alfred Grünfeld nahm sich die Fledermaus von Johann Strauß vor und machte daraus eine Konzertparaphrase. Melodien aus dieser Operette einmal anders, was beim Publikum besonders gut ankam. Tosender Applaus und zwei Zugaben beendeten einen genussvollen Konzertabend.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4267502?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F162%2F4849039%2F4849044%2F
Nachrichten-Ticker