Liederabend auf Haus Stapel
Mit Esprit und Leidenschaft

Havixbeck -

In die Welt der großen Gefühle entführten die Sopranistin Heike Hallaschka und der Pianist Clemens Rave ihre Zuhörer beim romantischen Liederabend auf Haus Stapel.

Montag, 12.09.2016, 18:09 Uhr

Lieder von Edvard Grieg stellte Heike Hallaschka in den Mittelpunkt des romantischen Liederabends.
Lieder von Edvard Grieg stellte Heike Hallaschka in den Mittelpunkt des romantischen Liederabends. Foto: Axel Engels

Innigkeit und Gefühlstiefe prägten den romantischen Liederabend , den die Sopranistin Heike Hallaschka und der Pianist Clemens Rave am Wochenende in zwei Konzerten Liebhabern feinster Musizierkunst boten. Unter dem Titel „Solveigs Lied“ entführten die beiden Künstler in die Welt der großen Gefühle.

Zwei Zyklen mit jeweils sechs Liedern von Edvard Grieg zeigten die ganz besondere Musiksprache dieses Komponisten. Die Lieder nach Texten von Ibsen, Andersen , Munch, und Björnson bestachen durch eine Innigkeit und Gefühlstiefe, der man sich bei solch versierter Interpretation nicht entziehen konnte. Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme wusste Heike Hallaschka das bekannte „Solveigs Lied“ in all seinem Glanz erstrahlen zu lassen, genoss man bei „Ich liebe dich“ die tiefen in Musik gesetzten Gefühle. Stimmungsvoll und gleichsam naturverbunden waren „Beim Sonnenuntergang“ und „Dem Lenz“.

Der musikalische Dialog zwischen Heike Hallaschka und Clemens Rave wirkte wie eine Lehrstunde der Liedbegleitung, denn beide Künstler zeigten sich als gleichwertige Partner. Clemens Rave ist mit dem restaurierten Flügel im Haus Stapel ja bestens vertraut. Dadurch konnte er den Liedern einen ganz facettenreichen Klang geben, ihrem jeweiligen Charakter entsprechend kunstvoll begleiten. Bei „Ein Schwan“ oder „Mit einer Wasserlilie“ verzauberte er durch die filigranen Begleitfiguren, wodurch die warm timbrierte Stimme von Heike Hallaschka noch intensiver wirken konnte.

Aber auch solistisch wusste Clemens Rave das Publikum zu verzaubern. Die „Melodie op. 47,3“ sowie „Schmetterling“ und „Vöglein“ aus der Sammlung op. 43 erklingen wohl nur selten im Konzert. Clemens Rave spielte diese exquisiten Miniaturen mit einer poetischen Art.

Mit den „Sechs Volksliedern“ von Johannes Brahms ging es nach der Pause genauso romantisch gefühlvoll weiter. Die allseits bekannten Lieder „All meine Gedanken“ und „Feinsliebchen“ aus den 49 deutschen Volksliedern erklangen in wohltuender Frische, wie vom Staub der Zeit befreit.

Genauso mitreißend ging es mit den „Zigeunermelodien op. 55“ von Antonin Dvorák weiter. Die stimmungsvolle Poesie von Adolf Heyduk konnte in diesen Liedern ihre Faszination und Schönheit entfalten, zumal Heike Hallaschka und Clemens Rave mit Esprit und Leidenschaft sich diesen wunderbaren Liedern angenommen hatten.

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