Havixbecker stellt in Gerleve aus
Natur und Stahl in eine Form bringen

Havixbeck -

Die Ausstellungs-Eröffnung „Zwischen Himmel und Erde“ findet am Samstag um 15 Uhr statt. Dr. Thomas Sternberg, Kunstexperte und Präsident des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken, wird im Forum vom Haus Ludgerirast die Ausstellung eröffnen.

Freitag, 23.09.2016, 15:09 Uhr

Freuen sich über die Ausstellung auf dem Gelände des Klosters Gerleve: Künstler Ludwig Maria Vongries (r.) und Pater Marcel Albert.
Freuen sich über die Ausstellung auf dem Gelände des Klosters Gerleve: Künstler Ludwig Maria Vongries (r.) und Pater Marcel Albert. Foto: Stephanie Dircks

Mit einem Pinsel malt Ludwig Maria Vongries den dünnen Goldrand noch einmal nach. Sonnenstrahlen bringen das Eichenholz an dieser Stelle zum Schimmern. Zwei zersägte Hälften eines Baumstammes ragen, durch zwei senkrechte Stahlträger-Elemente getragen, mehrere Meter in die Höhe.

Es ist eine der vier großformatigen Skulpturen, die der Künstler aus Havixbeck im Klosterpark der Benediktinerabtei Gerleve ausstellt, und zwar unter dem Titel „Zwischen Himmel und Erde“. Die Ausstellungs-Eröffnung findet am heutigen Samstag statt.

„Seit vier Jahren arbeite ich mit Skulpturen“, erzählt Vongries, der mit bürgerlichem Namen Hubert Bergmoser heißt. 30 Arbeiten sind seitdem entstanden. Skizzen oder Pläne erstellt er nicht. Seine Ideen entstehen zunächst im Kopf, dann baut er direkt Modelle im Maßstab 1:10, bevor er die bis zu fünf Meter hohen Kunstwerke realisiert. Ein Jahr lang sind sie im Wechsel der Jahreszeiten im Klosterpark zu sehen. Die Gegensätzlichkeit der Materialien steht im Fokus seiner Arbeiten.

„Der Baum ist ein Naturmaterial. Der Stahl ist von Menschen gemacht. Dies möchte ich in eine Form bringen und für sich sprechen lassen“, erklärt der Künstler. Auf dem Rasen zwischen Abteikirche und Kloster steht eine zweieinhalb Tonnen schwere Skulptur. „Cube“ lautet der Titel. Eichenstämme ragen aus dem Stahlquader. Fast wie eine Bank. „Man kann sich ruhig draufsetzen“, so Vongries. Seine Kunstwerke sind zum Anfassen. „Die Materialität soll spürbar erfahren werden“, so der Havixbecker. Das Blech hat das Maschinenbau-Unternehmen Stegemann nach Vongries Vorstellung gefertigt. Das Holz hat er bei sich zu Hause bearbeitet. Die Motorsäge hat deutliche Spuren hinterlassen. Und das ist auch beabsichtigt.

Vor Ort in Gerleve sind die Materialien zusammengesteckt worden. Jedes der Kunstwerke hat ein wiederkehrendes Element: einen Baumstamm, der geteilt wurde. Der Künstler gibt seinen Werken zwar Titel, aber Interpretationen lässt er aus. „Mit Interpretationen vom Künstler sind die Leute eingeschränkt. Sie sollen selbst interpretieren“, sagt er. An der Skulptur mit dem Namen „Little Space“, eingerahmt vom Baumbestand vor der Abteikirche, können die Besucher sehen, „wie sich Holz und Stahl im Laufe der Zeit verändern“, so Vongries.

► Die Ausstellungs-Eröffnung „Zwischen Himmel und Erde“ ist am heutigen Samstag um 15 Uhr. Dr. Thomas Sternberg , Kunstexperte und Präsident des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken, wird im Forum vom Haus Ludgerirast die Ausstellung eröffnen.

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