Flüchtlingsinitiative
„INCA plus“ in eigenen Räumen

Havixbeck -

Die Initiative „INCA plus – offenes Havixbeck“ hat ein Geschäftslokal angemietet, in dem künftig die Angebote für Flüchtlinge stattfinden werden.

Donnerstag, 17.11.2016, 06:11 Uhr

In einer Gemeinschaftsaktion renovierten Mitglieder der Gruppe „INCA plus“ und Flüchtlinge die neuen Räume der Initiative an der Altenberger Straße.
In einer Gemeinschaftsaktion renovierten Mitglieder der Gruppe „INCA plus“ und Flüchtlinge die neuen Räume der Initiative an der Altenberger Straße. Foto: INCA plus

Eigene Räumlichkeiten bezieht die Initiative „INCA plus – offenes Havixbeck “. Mit vereinten Kräften sind Mitglieder der Gruppe derzeit dabei, ein Geschäftslokal an der Altenberger Straße zu renovieren und einzurichten. Unterstützung erhalten die Ehrenamtlichen dabei von einigen in der Gemeinde lebenden Flüchtlingen. Möglichst kurzfristig soll die Eröffnung erfolgen.

„INCA plus“ engagiert sich bei der Integration der Menschen, die in Havixbeck eine Zuflucht suchen. „Waren zu Beginn Fragen nach einer Unterkunft und nach dem Erwerb der deutschen Sprache von vordringlichem Interesse, steht nun das Thema Aufenthaltsstatus und damit einhergehend der Erwerb einer Arbeitsstelle und der zunehmenden Identifikation mit der neuen Heimat im Vordergrund“, erklärt Bernhild Schmitz-Heuer , Sprecherin von „INCA plus“.

Aus diesem Grund habe sich die Gruppe um die Anmietung eines Raumes bemüht, der den Flüchtlingen, den Ehrenamtlichen und interessierten Bürgern sowie einigen offiziellen Beratungsstellen, darunter die Bundesagentur für Migration und Flüchtlinge (BaMF) und die Bundesagentur für Arbeit (BfA), die Möglichkeit bietet, Gespräche, Treffen und Informationsveranstaltungen durchzuführen.

„INCA plus“ zieht in das Ladenlokal ein, in denen zuvor ein Fachgeschäft für Hunde- und Katzenbedarf ansässig war.

„INCA plus“ zieht in das Ladenlokal ein, in denen zuvor ein Fachgeschäft für Hunde- und Katzenbedarf ansässig war. Foto: Ansgar Kreuz

„Darüber hinaus sollen die von den Ehrenamtlichen durchgeführten Aktivitäten, wie zum Beispiel Sprachkurse oder Mutter-Kind-Treffen, aus den Räumen des Torhauses am Kirchplatz und des TIFF in die neuen Räumlichkeiten verlegt werden“, kündigt Bernhild Schmitz-Heuer an. Der Raum werde ebenfalls dazu dienen, die der Initiative zur Verfügung gestellten Sachspenden, zum Beispiel Spielzeug oder Laptops, zu verwahren. Auf diesem Wege sollen die Dinge den Flüchtlingen zur Nutzung überlassen werden.

„Eine Anlaufstelle innerhalb des Ortes wird zu einer weiteren Identifikation mit dem Ort führen“, so Bernhild Schmitz-Heuer. Die Finanzierung der Anfangsausstattung sei durch Fördermittel des Bundes gewährleistet. „Die monatlichen Betriebskosten werden jedoch vollständig durch INCA plus übernommen“, erläutert Schmitz-Heuer.

► „INCA plus“ beantragte daher bei der Gemeinde einen Zuschuss zu den Mietkosten. Beraten wird darüber in der Sitzung des Sozialausschusses am Dienstag (22. November) um 19 Uhr in der Anne-Frank-Gesamtschule (Raum N 111). Die Gemeindeverwaltung macht in der Sitzungsvorlage den Beschlussvorschlag, zu den Miet- und Betriebskosten zunächst für das Jahr 2017 monatlich einen Zuschuss von 400 Euro zu zahlen. Dafür sollen Gelder aus dem Förderprogramm „Komm-AnNRW“ des Landes verwendet werden.

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