Haushaltsentwurf 2017
Keine Steuererhöhungen

Havixbeck -

Den Entwurf des Haushalts der Gemeinde Havixbeck für das kommende Jahr brachten Bürgermeister Klaus Gromöller und Kämmerer Stefan Wilke zur weiteren Beratung in den Gemeinderat ein.

Samstag, 10.12.2016, 06:12 Uhr

Die Kernpunkte des Haushaltentwurfs der Gemeinde Havixbeck für das kommende Jahr stellten Bürgermeister Klaus Gromöller (l.) und Kämmerer Stefan Wilke vor.
Die Kernpunkte des Haushaltentwurfs der Gemeinde Havixbeck für das kommende Jahr stellten Bürgermeister Klaus Gromöller (l.) und Kämmerer Stefan Wilke vor. Foto: Ansgar Kreuz

Große Sprünge lässt die Finanzlage der Gemeinde Havixbeck auch im kommenden Jahr nicht zu. Dies geht aus dem Haushaltsentwurf hervor, den Bürgermeister Klaus Gromöller und Kämmerer Stefan Wilke am Donnerstagabend zur Beratung in den Gemeinderat einbrachten. Unter dem Strich weist der Etat ein Minus von 1,25 Millionen Euro auf, das zu Lasten der Ausgleichsrücklage geht. Steuererhöhungen sind nicht vorgesehen.

In den vergangenen beiden Jahren profitierte die Gemeinde Havixbeck von wachsenden Steuereinnahmen. Diese führten zu deutlich geringeren Defiziten in den Jahresabschlüssen als geplant. Aber: „Die guten Jahre haben dazu geführt, dass die Schlüsselzuweisungen nochmals um 565 000 Euro gegenüber dem Vorjahr gesunken sind“, blickte Bürgermeister Klaus Gromöller in seiner Haushaltsrede auf die Kehrseite der Medaille.

Im kommenden Jahr sinken die Schlüsselzuweisungen auf 1,5 Millionen Euro, im Jahr 2010 waren es noch 4 Millionen Euro. Zudem erhöht sich die Kreisumlage inklusive der Jugendamtsumlage um 375 000 Euro. In diesen beiden Entwicklungen sah der Bürgermeister zwei besonders prägende Einflussgrößen für den Haushaltsplan 2017.

„Nach zwei Haushaltsentwürfen der letzten Jahre, in denen ich Ihnen Steuererhöhungen vorgeschlagen habe, versuchen wir mit diesem Entwurf, entsprechend Ihrem bisherigen politischen Willen, ohne dieses Konsolidierungsinstrument auszukommen“, führte Klaus Gromöller aus. „Herausgekommen ist dabei ein Haushaltsplan, der ziemlich ‚auf Kante genäht‘ ist.“ Mit dem errechneten Defizit von 1,25 Millionen Euro liege die Gemeinde nur 28 000 Euro unter der Hürde, die zur Haushaltssicherung führen würde. „Bei einem Haushaltsvolumen von 24 Millionen Euro eine Marginalie“, so der Bürgermeister.

„Bei den Investitionen haben wir uns im Wesentlichen beschränkt auf Ersatzbeschaffungen und Substanzerhalt kommunalen Vermögens“, erklärte Klaus Gromöller. Zu den größeren Investitionen gehören die Anschaffung eines Tanklöschfahrzeugs für den Löschzug Havixbeck und eines Mannschaftstransportwagens für den Löschzug Hohenholte in Höhe von insgesamt 350 000 Euro sowie Mittel für die Straßenunterhaltung in Höhe von 250 000 Euro.

„Zum großen Teil werden diese aus nicht verausgabten und zu übertragenden Mitteln früherer Haushaltsjahre finanziert“, erläuterte Gromöller. Weitere Gelder sind vorgesehen für die Ausstattung von Kinderspielplätzen, den Straßenendausbau im Bereich der Erweiterung des Wohngebiets Kiebitzheide und den Bau des Flüchtlingswohnheims an der Altenberger Straße.

Wegen der schwierigen Haushaltssituation schlagen Kämmerer und Bürgermeister vor, in den Schulen geplante Maßnahmen über das Förderprogramm „Gute Schule 2020“ zu finanzieren. „Die Konsolidierung des Haushalts ist nach wie vor erforderlich“, stellte Klaus Gromöller heraus.

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