Sozialausschuss tagte
Schulen brauchen Raum

Havixbeck -

Die Schulen in Havixbeck erfreuen sich großer Beliebtheit. Doch sie platzen aus allen Nähten. Die Gemeinde sucht nach Lösungen.

Donnerstag, 02.02.2017, 07:02 Uhr

In der Offenen Ganztagsgrundschule sahen sich die Mitglieder des Sozialausschusses nicht nur die zwei neuen Betreuungsräume, sondern auch die Küche an, die die OGS in der Grundschule nutzen kann. OGS-Leiterin Sabrina Hölscher (r.) stellte die Räumlichkeiten vor.
In der Offenen Ganztagsgrundschule sahen sich die Mitglieder des Sozialausschusses nicht nur die zwei neuen Betreuungsräume, sondern auch die Küche an, die die OGS in der Grundschule nutzen kann. OGS-Leiterin Sabrina Hölscher (r.) stellte die Räumlichkeiten vor. Foto: Frank Vogel

Der Bedarf ist groß: 42 Kinder sind bislang für das kommende Schuljahr an der Offenen Ganztagsgrundschule (OGS) neu angemeldet worden. Weitere Anmeldungen sind zu erwarten. Und nur rund 25 Kinder verlassen die OGS. Bleibt ein Überhang von rund 25 Schülerinnen und Schülern. Das rechnete Fachbereichsleiterin Monika Böse den Mitgliedern des Sozialausschusses vor.

Sechs Gruppen gibt es heute an der OGS, vier sind im Multifunktionalen Gebäude untergebracht, zwei in der Baumberge-Grundschule. Eine siebte Gruppe wäre nötig, um den Bedarf aufzufangen, der Caritasverband als Träger der OGS wäre grundsätzlich damit einverstanden, erklärte Böse. Problematisch sei allerdings die Raumsituation. „In der Grundschule ist nichts mehr möglich. Wir sind auf der Suche nach Räumen, die wir nutzen können. Neue Räume zu bauen, das wird von heute auf morgen nicht möglich sein.“ Gleichwohl müsse es Ziel sein, durchgängig von der Kita über die Grundschule bis zur weiterführenden Schule ein Betreuungsangebot vorzuhalten, war sich Monika Böse mit dem Ausschuss einig.

„Mehr als zwei Standorte, die wir jetzt schon haben, will ich für die OGS nicht“, machte Regina Sommer , Leiterin der Grundschule, unmissverständlich klar: „Diese Flickschusterei muss ein Ende haben. Das kostet uns alle viel zu viel Kraft.“ Dass die Grundschule Räume abtreten muss, die sie selber braucht, „diese Schieflage muss aus der Welt“. Die Grundschule wolle, so Sommer, ihre Räume zurückzugewinnen. Und möglichst neue dazubekommen. Auf einer Prioritätenliste stehen sechs Räume, drei dafür, den Anforderungen der Inklusion gerecht zu werden, aber auch ein Besprechungsraum, ein Abstellraum und ein weiterer OGS-Raum.

Das Förderprogramm „Gute Schule 2020“ sei da eine Chance, meinte Ausschussvorsitzende Margarete Schäpers, die betonte, dass der Sozialausschuss die Notwendigkeiten sehe (und dabei auch die Gesamtschule nicht aus dem Blick verliere). „Wir müssen uns bloß den Haupt- und Finanzausschuss bei Laune halten.“ Soll heißen: Es muss auch Geld dafür bereit gestellt werden.

Der Tagesordnungspunkt „Festlegung der Prioritätenliste für die Förderprogramme aus dem Kommunalinvestitionsförderprogramm und ‚Gute Schule 2020‘“ wurde einstimmig verschoben, weil die Fraktionen diese noch einmal durcharbeiten wollen. Margarete Schäpers schlug vor, dass eine Arbeitsgruppe sich mit dem Thema befassen sollte.

Sie habe beim Blick in die Liste der Maßnahmen die Befürchtung, dass das Programm „Gute Schule 2020“ nicht dafür genutzt werden könnte, Neues für die Schulen zu schaffen, sondern das, was sowieso gemacht werden muss, mit den Fördergeldern zu finanzieren und so das Programm für die Konsolidierung des Haushalts zu nutzen.

Dem widersprach Monika Böse. Man habe für die Erweiterung der Schulen Platzhalter in der Maßnahmenliste geschaffen als „Impuls für die Diskussion“. Allein: Man müsse bedenken, dass die eine Million Euro, die insgesamt bis 2020 fließen soll, mit dem Bau eines neuen Schultraktes weg wären. „Wir legen Ihnen alles vor, sie legen die Prioritäten fest.“

„Wir sollten alle an einem Strang ziehen“, forderte Thorsten Webering (CDU) Schulen, Politik und Verwaltung auf, eine rasche und gemeinsame Lösung zu finden.

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