Vereinszuschüsse
Sportbund soll Geld eigenständig verteilen können

Havixbeck -

Über die Gewährung von Zuschüssen an Vereine diskutierte der Sozialausschuss im Rahmen der Haushaltsberatungen.

Freitag, 03.02.2017, 18:02 Uhr

Über die Vereinszuschüsse berieten die Mitglieder des Sozialausschusses. Dabei ging es unter anderem um Gelder für Musikschule, Sportförderung und Jugendarbeit.
Über die Vereinszuschüsse berieten die Mitglieder des Sozialausschusses. Dabei ging es unter anderem um Gelder für Musikschule, Sportförderung und Jugendarbeit. Foto: Maxi Krähling

Die Forderung ist so alt wie der Gemeindesportbund (GSB) selbst: 13 Jahre. Der GSB möchte Geld von der Gemeinde zur Verfügung gestellt bekommen, das er nach Abstimmung unter seinen Mitgliedern an diese verteilen kann. Eine Forderung, die 13 Jahre von der Politik abgelehnt worden ist. Im Sozialausschuss unternahm GSB-Vorsitzender Dieter Menke auch in diesem Jahr wieder einen Vorstoß. 10.000 Euro beantragte der GSB als eigenverantwortlich zu verwaltendes Budget zur Unterstützung besonderer Maßnahmen seiner Mitgliedsvereine.

In dieser Forderung wurde der GSB vom Sozialausschuss unterstützt. Thorsten Webering (CDU ) hätte am liebsten auch die 20.000 Euro Sportfördermittel, die im Haushalt stehen, dem GSB zur Verwaltung übertragen: „Ich verstehe eh nicht, warum die Gemeinde die Sportfördermittel verteilt, wenn es doch einen Gemeindesportbund gibt, der die Interessen seiner Mitgliedern viel besser kennt als wir hier.“ Der Gemeinde gegenüber nachweispflichtig bliebe der GSB. „Diesen Gedanken nehme ich mit“, erklärte Dieter Menke.

Am Ende der Diskussion entschied der Sozialausschuss einstimmig, die Sonderaufwendungen für den GSB grundsätzlich zu befürworten, die Frage aber an den Haupt- und Finanzausschuss zur Entscheidung – auch über die Höhe des Betrages – weiterzureichen.

Bei der Diskussion über weitere Zuschüsse, die einzelne Vereine beantragt hatten, lehnte der Ausschuss die Wünsche des RV Havixbeck-Hohenholte (Sanierung der Lichtanlage) und von GS Hohenholte (Speichereinheit für Solaranlage, Erneuerung der Beleuchtung im Umkleidegebäude) ab.

Das Jugendorchester hatte für die Musikschule eine Anpassung der Zuschüsse „an die tatsächlichen Verhältnisse“ beantragt, statt 59.000 wären das 66.080 Euro gewesen. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, die Erhöhung – bis auf den Zuschuss zur laufenden Vereinsarbeit, der sich nach der Mitgliederzahl bemisst – abzulehnen, sodass man bei 62.247 Euro landete. Der Ausschuss ging sogar noch weiter. Weil die Energiekosten mit 2800 Euro angegeben waren, der Zuschuss aber mit 4960 Euro gelistet war, wurde dieser – auf Antrag der CDU – um 2160 Euro reduziert, sodass am Ende 60.147 Euro befürwortet wurden.

Nach dem für alle Vereine üblichen Schlüssel werden 2017 erstmals das Bike-Team Baumberge und die „Treffinsel für Freunde und Familien“ (TIFF) bedacht. Beide hatten diese Mittel vorher noch nicht beantragt.

Bis zu 3300 Euro sollen die Tonnikids als Mietkostenzuschuss bekommen. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, den Zuschuss abzulehnen, die SPD forderte ihn, „um ein Signal zu setzen“. Bei sechs Enthaltungen wurde der Beschluss in diesem Sinne gefasst.

Glück für die KJG Havixbeck, die – „mal wieder“, wie einige Ausschussmitglieder monierten – die Antragsfrist versäumt hatte. Die SPD schlug vor, den beantragten Zuschuss (rund 900 Euro) auf die Hälfte (450 Euro) zu reduzieren. Der Ausschuss folgte dem Vorschlag.

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