CO-Melder
Schutz vor heimtückischer Gefahr

Havixbeck -

CO-Melder können Leben retten. Darauf weist die Freiwillige Feuerwehr Havixbeck im Nachgang eines tragischen Unglücksfalls hin.

Montag, 06.02.2017, 18:02 Uhr

Ein CO-Melder kostet nicht viel Geld, kann aber im Zweifel Leben retten.
Ein CO-Melder kostet nicht viel Geld, kann aber im Zweifel Leben retten. Foto: Feuerwehr

Sechs Jugendliche starben in einer Gartenlaube in der Nähe von Würzburg an einer Vergiftung durch Kohlenmonoxid (CO). Die Freiwillige Feuerwehr Havixbeck nimmt diesen Unglücksfall zum Anlass, erneut auf die Gefahr des Gases und Präventionsmaßnahmen hinzuweisen.

Kohlenmonoxid oder Kohlenstoffmonoxid ist ein äußerst giftiges, unsichtbares und geruchloses Gas. Es entsteht als Nebenprodukt bei einem unvollständigen Verbrennungsprozess, der immer auftritt, wenn fossile Brennstoffe wie beispielsweise Gas, Öl, Holz, Holzkohle oder Benzin verbrannt werden. CO-Gas kann in Geräten wie Öfen, Heizungen, Thermen, Durchlauferhitzern, Boilern oder auch Grills entstehen. Bei einwandfrei funktionierenden Geräten sind die dabei entstehenden, sehr geringen CO-Mengen in der Regel als unbedenklich.

„Bei defekten Geräten, Luftkanälen oder blockierten Schornsteinen sowie nicht ordnungsgemäß gewarteten Heizanlagen, Öfen, Gasthermen oder anderen Geräten kann die Kohlenmonoxidkonzentration sehr schnell ansteigen und damit rasch zur tödlichen Gefahr werden. Potenziell gefährlich ist auch der gleichzeitige Betrieb mehrerer Geräte, da dabei die zugeführte Frischluft unter Umständen nicht ausreichend ist, was in einer unvollständigen Verbrennung und somit in erhöhten CO-Werten resultiert,“ erklärt Oberbrandmeister Ingo Spindelndreier von der Feuerwehr Havixbeck.

Gasheizpilze oder Grills in geschlossenen Räumen sind grundsätzlich verboten. Ein benzinbetriebenes Notstromaggregat war ver­antwortlich für die tödliche Kohlenmonoxid-Konzentrati­on in der Hütte, in der die Jugendlichen bei Würzburg starben. Solche Geräte dürfen nicht in Innenräumen betrieben werden.

Je nach Konzentrationsmenge kann das Einatmen von CO rasch zum Tode führen, ohne lange vorher Warnsymptome hervor zu rufen. Daher ist schnellstes Handeln gefragt. Betroffene Personen sind sofort ins Freie zu führen, die Wohnung wenn möglich zu lüften. „Die Ersthelfer müssen hierbei natürlich unbedingt auf ihren Eigenschutz achten und sich nicht selbst in Gefahr bringen, indem sie das Gas einatmen“, betont Ingo Spindelndreier. Feuerwehr und Rettungsdienst sind über den Notruf 112 zu verständigen.

Die Bürger können selbst Vorsorge treffen. CO-Melder sind nicht teuer und sollten in jedem Haushalt vorhanden sein. Es wird empfohlen, dass mindestens ein CO-Melder in der Nähe oder am besten sogar in jedem Schlafzimmer montiert wird. Besonders wichtig sei die Installation eines Kohlenmonoxidmelders in der Nähe von potenziellen Gefahrenquellen wie Thermen, oder Heizungsanlagen und Feuerstellen. In mehrgeschossigen Häusern wird empfohlen, in jedem Stockwerk zumindest einen CO-Melder zu installieren.

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