Lauschsalon
In Gedanken an der Themse

Havixbeck -

Die Sprecherin Anja Bilabel und die Harfenistin Verena Volkmer stellten in ihrem „Lauschsalon“ vergnügliche, romantische und kriminale Geschichten vor.

Dienstag, 07.02.2017, 06:02 Uhr

Werke englischer Literaten brachte die Sprecherin Anja Bilabel (r.) begleitet von der Harfenistin Verena Volkmer den Besuchern des Lauschsalons im Haus Sudhues näher.
Werke englischer Literaten brachte die Sprecherin Anja Bilabel (r.) begleitet von der Harfenistin Verena Volkmer den Besuchern des Lauschsalons im Haus Sudhues näher. Foto: Maxi Krähling

Es war ein Abend mit englischen Meister-Erzählungen. Schon nach den ersten Sätzen von Anja Bilabel entstanden Bilder vor dem geistigen Auge. Dank derer fühlte sich jeder Zuhörer direkt in die Geschichte versetzt. Man war ganz nah und direkt dabei.

Mit nur kleinen Veränderungen ihrer Stimmlage, kleinen Nuancen der Tonalität, zog Anja Bilabel ihre Zuhörer in den Bann. So stand der Zuhörer in Gedanken unweigerlich auf der Brücke an der Themse an der Lord Arthur Saviles entlangschlendert und einen berechnenden und kaltblütigen Mord begeht. Denn so erzählt es die Geschichte von „Lord Arthur Saviles Verbrechen“ von Oscar Wilde. Die Schauspielerin und Hörfunksprecherin Anja Bilabel hauchte ihr mit ihrer Stimme Leben ein.

Zum zweiten Mal war sie mit der Harfenistin Verena Volkmer auf Einladung des Vereins „ KulturGUT “ nach Havixbeck gekommen. Zum zweiten Mal bestritten sie gemeinsam den „ Lauschsalon “ im Sudhues.

Mit im Gepäck hatten sie Prosa, Lyrik und Englisches – ausschließlich von englischen Meistern der Literatur. Deshalb durften neben Oscar Wilde auch Truman Capote, Edgar Ellen Poe oder Altmeister William Shakespeare nicht fehlen. Deshalb passte auch der Titel des Lauschsalons: „Lord, Rabe, Maskenball“.

„Wir verbinden Literatur mit musikalischen Impressionen zu einem Hörstück“, hatte Anja Bilabel den Zuhörern eingangs erklärt. Das stimmte.

Ob Verena Volkmer den Anfang der Geschichte um Lord Arthur nun mit einem Walzer einläutete, weil die Erzählung eben auf einer kleinen Gesellschaftsfeier beginnt, und somit eine heimelige Hintergrundatmosphäre schaffte. Oder ob sie Bilables Vortrag mit kleinen Einwürfen unterstützte und die Harfe als reines Effekte-Instrument benutzte.

Alles passte wunderbar zusammen. Die angenehme und doch so unterschiedliche Stimme Anja Bilabels, die vergnüglichen, romantischen und kriminalen Geschichten, dazu das Harfenspiel von Verena Volkmer. Ein echter Grund, um einfach nur zu lauschen.

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