875 Jahre Hohenholte
Geschichten aus der Geschichte

Hohenholte -

Mit der jüngeren Geschichte Hohenholtes befassen sich die Beiträge einer Festschrift, die zum 875-jährigen Bestehen des Dorfes erscheint.

Mittwoch, 26.04.2017, 06:04 Uhr

Zahlreiche Fotos illustrieren die Festschrift zum Ortsjubiläum und zeigen, wie vielfältig das Dorfleben in Hohenholte war und ist.
Zahlreiche Fotos illustrieren die Festschrift zum Ortsjubiläum und zeigen, wie vielfältig das Dorfleben in Hohenholte war und ist. Foto: 875 Jahre Hohenholte

„Niemand muss nach Hohenholte , hier will man hin, oder man lässt es.“ Und der Verdacht Außenstehender, dass es in dem kleinen Stiftsdorf keine Infrastruktur gibt, den widerlegt Ansgar Frieling eindrucksvoll und witzig. „All you need, hat Vieth“, weiß seine Familie inzwischen. Und die Liste dessen, was es alles gibt in Hohenholte, ist beeindruckend und „ließe sich sicher fortsetzen, aber sicher ist: Für den Rest gibt es Nachbarn!“

Frieling ist einer der vielen Autoren der Festschrift zum 875-jährigen Bestehen Hohenholtes unter dem Titel „Hohenholte 1992 – 2017. Ein Dorf im Spiegel der Zeit und seiner Bewohner“. In der insgesamt 84-seitigen Broschüre werden die unterschiedlichsten Themen rund um das Dorf und mitten aus ihm behandelt, erzählen Hohenholter Geschichten aus den vergangenen 25 Jahren – mal witzig, mal ernsthaft, mal dokumentarisch, mal anekdotisch.

Da geht es um die Handwerker-Gilde, die kfd, die Feuerwehr, die KJG und viele Vereine, Gruppen und Gruppierungen. Und um Nachbarschaften, die das Dorfleben zu dem machen, was die Bewohner an ihm so schätzen. Erinnerungen werden geweckt nicht nur an einen umstrittenen Apfelbaum, sondern auch an „Tante Else“ Annegarn, die ehemalige Wirtin des gleichnamigen Gasthauses in der Dorfmitte, aber auch an Gabi Drunat, die freundliche Mitarbeiterin der Volksbank, die einem furchtbaren Banküberfall zum Opfer gefallen ist.

Erinnert wird beispielsweise auch an die hollywoodverdächtigen Filmaufnahmen der damaligen „Young Media Production“, aus der dann der Jugendkulturverein Hohenholte wurde, der das Festival „Hohenholte rockt!“ organisiert hat. Diese beiden Initiativen sind inzwischen Vergangenheit, aber die Hohenholter sind optimistisch, dass sie in Zukunft noch andere Ideen umsetzen werden.

Auch der Sport kommt nicht zu kurz, da wird über den Lauftreff genauso berichtet wie über die erste Fußballmannschaft von Gelb-Schwarz, deren Aufstieg in die Kreisliga A mit einer gelb-schwarzen Wand gefeiert wurde, die „bislang einzigartig für Hohenholte war und allen anwesenden Fans für immer in Erinnerung bleiben wird“, wie Yannik Boonk schreibt.

Ebenfalls einen Platz in der Festschrift findet die Musik, und das nicht nur in der Historie des Kirchenchors, die bis 1860 zurückreicht, sondern auch in Liedtexten, die mit abgedruckt sind. So wie das Lied „Hohenholte live“, das in den 1990er-Jahren entstanden ist:

„Kopfsteinpflaster überall / Linden, die die Straßen säumen / Aus der Ferne Glockenschwall / Enten, die auf Gräften träumen;

Das ist Hohenholte live / Das ist der Ort, in dem wir leben / Das ist Hohenholte live/ Ja, hier kann man was erleben.“

Abgerundet wird die Festschrift durch zahlreiche Fotografien, die die Texte illustrieren. Die Broschüre, die Rebecca Kluge gestaltet hat, ist inzwischen in Druck gegangen.

Das durchgehend farbige Werk werde in den nächsten Tagen fertig sein, verspricht Organisator Hendrik Tigger . Der Preis liegt bei 5 Euro. Das, so Tigger, decke nach jetziger Kalkulation in etwa die Kosten. „Wenn Überschüsse entstehen, werden diese – wie alle Überschüsse vom Dorffest – einem gemeinnützigen Zweck gespendet.“

Vorbestellungen nimmt Hendrik Tigger gerne entgegen unter ✆ 0 25 07/ 57 37 70 oder per E-Mail: hendrik@tigger.de Die Auslieferung und der Verkauf erfolgen dann während des Dorffestes am kommenden Sonntag (30. April).

Sollte jemand es zu diesem Termin nicht schaffen, versuche er, die Festschrift zum Ortsjubiläum an öffentlichen zugänglichen Orten zum weiteren Verkauf anzubieten, kündigt Hendrik Tigger an. „Und wenn gewünscht, kann ich die Hefte auch per Post zuschicken.“

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