875 Jahre Hohenholte
„Tante Else hat uns das tolle Wetter geschickt“

Hohenholte -

Das ganze Stiftsdorf schien auf den Beinen, um am Sonntag das große Dorfjubiläum zu feiern. Im und am alten Gasthof Annegarn pulsierte das Leben wie zu früheren Zeiten.

Sonntag, 30.04.2017, 20:04 Uhr

Das Aufstellen des Maibaums durch die Handwerkergilde war einer der vielen Programmpunkte beim großen Jubiläumsfest zum 875-jährigen Bestehen des Stiftsdorfes.
Das Aufstellen des Maibaums durch die Handwerkergilde war einer der vielen Programmpunkte beim großen Jubiläumsfest zum 875-jährigen Bestehen des Stiftsdorfes. Foto: Iris Bergmann

„Hach, zum letzten Mal bei Annegarn!“ – Dieser Satz war am Sonntag in Hohenholte oft zu hören. Und in der Tat: Anlässlich des 875-jährigen Bestehens des Stiftsdorfes war der alte Gasthof noch ein letztes Mal der Dreh- und Angelpunkt. Hier spielte im wahrsten Sinne die Musik, hier wurde noch einmal getanzt, gelacht, gespielt und in Erinnerungen geschwelgt.

Statt Theke und Zapfanlage war im Gastraum eine lange Tafel aufgebaut, die sich ob der vielen Kuchen und Torten beinahe durchbog. Die hübsch dekorierten Tische und Bänke füllten sich nach dem Gottesdienst rasend schnell. Die Menschenschlange an der Kuchentheke wurde länger und länger, die Frauen dahinter hatten alle Hände voll zu tun. Ebenso wie Annette Beckmann vom Festausschuss. Sie wuselte mit einem Bauchladen durch die Menge, verkaufte Wertmarken und strahlte. „Tante Else hat uns das tolle Wetter geschickt“, war sie sich sicher. „Die freut sich, dass wir noch einmal in ihrem alten Gasthof feiern.“

Jubiläumsfest: 875 Jahre Stiftsdorf Hohenholte

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Ein Nebenraum war von der kfd zur Weinstube umfunktioniert worden. Hier lief der Film zur 850-Jahr-Feier in Dauerschleife. In einem weiteren Gastraum gab es eine kleine Fotoausstellung von Reinhard Vogelsang. Der gebürtige Hohenholter hatte eine große Auswahl alter Fotos aus seinen privaten Alben ausgesucht, an Wände gehängt und gab gern den interessierten Besuchern Auskunft.

Im selben Raum wie die Hohenholter Vergangenheit befand sich auch die Zukunft. Investor Frank Eichenauer präsentierte Zeichnungen und Pläne vom geplanten Neubau. Denn alle wissen: Wo heute gefeiert wird, werden in den nächsten Monaten Bagger anrücken und Platz schaffen für ein neues Gebäude.

Doch am Sonntag wurde erst noch einmal ausgiebig gefeiert. Im Garten waren die verschiedensten Stände zur Unterhaltung und Zerstreuung aufgebaut. Hohenholter Gruppen und Vereine hatten sich eingebracht. So die KJG zum Beispiel. Sie stellte mit den Kindern Buttons und kleine Bilderrahmen her. Am Stand des Kindergartens St. Georg saßen die jüngsten Festbesucher geduldig still und ließen sich fantasievoll ihr Gesicht bemalen. Zum späteren Austoben gab es eine Hüpfburg, ein Trampolin und eine Kletterlandschaft.

Gefühlt war ganz Hohenholte in und um Annegarn auf den Beinen und auch im ehemaligen großen Festsaal versammelt, als die Balletts des Sportvereins Gelb-Schwarz Hohenholte auftraten. Die Tanzmäuse, die Hip-Hop-Mädels und die Stiftsbienen und Tanzgruppe hatten eine tolle Choreografie einstudiert und begeisterten ihr Publikum. Von Jung bis Alt, Groß und Klein – das Hohenholter Gemeinschaftsgefühl war spürbar.

Verhungern und verdursten musste keiner der Besucher. Während es hinter dem Haus Popcorn und süße Crèpes mit Nougatcreme gab, war vor dem Gasthof das Zelt mit dem Grill aufgebaut, aus dem es über den ganzen Vorplatz verführerisch nach Würstchen und Steaks duftete. Kiepenkerle waren unterwegs und verteilten Schnäpschen, eine kleine Pferdekutsche lud zum Mitfahren ein, und wer lieber mehr PS wollte, konnte die alten Traktoren bestaunen.

Ein weiterer Höhepunkt des Dorfjubiläums war das Aufstellen des Maibaums. Mit zünftiger Blasmusik, Kran, Flaschenzug und vereinter Manneskraft stand am späten Nachmittag der Baum mit dem Kranz wie eine Eins. Die bunten Schleifen flatterten im Wind hoch über dem alten Gasthof Annegarn, in dem bis tief in die Nacht hinein ein letztes Mal gefeiert wurde.

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