Sandstein-Museum
A-Stempel im Visier

Havixbeck -

Der Gemeinderat brachte das Dossier zur Weiterentwicklung des Sandstein-Museums auf den Weg, mit dem der A-Status des Projektes bei der Regionale 2016 erlangt werden soll.

Sonntag, 07.05.2017, 06:05 Uhr

Das Baumberger-Sandstein-Museum in Havixbeck.
Das Baumberger-Sandstein-Museum in Havixbeck. Foto: Klaus de Carné

Die beiden großen Kulturprojekte in der Gemeinde Havixbeck können weiter vorangetrieben werden. Die Mehrheit der Ratsmitglieder gab in der Sitzung am Donnerstagabend grünes Licht für die nächsten Schritte bei den Vorhaben im Baumberger-Sandstein-Museum und auf Burg Hülshoff .

Zunächst befasste sich der Rat mit dem Projektdossier über den Ausbau des Sandstein-Museums zum Kompetenzzentrum für Naturstein und Baukultur. Die Ausarbeitung wird der Regionale-Agentur mit dem Ziel vorgelegt, den A-Status als Projekt der Regionale 2016 zu erreichen. Der Lenkungsausschuss entscheidet am 13. Juni darüber, ob es den „A-Stempel“ gibt und mit der Umsetzung begonnen werden kann.

Katrin Reuscher , die von der Gemeinde mit der Erstellung des Dossiers beauftragt worden ist, stellte dessen wesentliche Inhalte vor. Die Weiterentwicklung des Museums umriss Katrin Reuscher mit dem Begriff „Sowieso-Projekt“, denn über kurz oder lang müsse investiert werden, um diesen Kul­tur­standort zu erhalten. „In Kombination mit der Burg Hülshoff besteht für die Gemeinde Havixbeck eine besondere Aufmerksamkeit auf der Landes- und Bundesebene“, so Reuscher. Im Blick hatte sie dabei die Chancen, Fördergelder für diese Projekte zu erhalten.

Weiterentwickelt werden soll das Sandstein-Museum durch die Kombination von fünf bestehenden und neuen Angebotssteinen: Museum mit Dauer- und Sonderausstellungen, Akademie und Tagungen, Cafeteria und Shop, Veranstaltungen sowie außerschulischer Lernort. In der Schaffung des „Kompetenzzentrums für Naturstein und Baukultur“ sah Katrin Reuscher ein zukunftsfähiges Modell zur Weiterentwicklung des Sandstein-Museums.

„Wir haben uns als CDU von Anfang an für die Stärkung des Museums eingesetzt“, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Hans-Gerd Hense. Deshalb werde das Projektdossier mitgetragen. Die Christdemokraten setzten aber voraus, dass sich die Kosten innerhalb des beschlossenen Haushaltsansatzes bewegten.

„Lasst es uns auf den Weg bringen, lasst uns den A-Stempel bekommen“, signalisierte die SPD-Fraktionsvorsitzende Margarete Schäpers aus den Reihen der Sozialdemokraten mehrheitlich ebenfalls Zustimmung. Sie gab auch zu Protokoll, dass sich die SPD zunächst schwer getan habe mit den beiden Kulturprojekten.

„Wir sind für die Weiterwicklung des Museums, aber gegen diesen Entwurf“, sagte Fraktionsvorsitzender Friedbernd Krotoszynski für die FDP. Er kritisierte an den Planungen, dass der Wintergarten des Museumscafés abgerissen werde und künftig weniger Plätze im neuen Café vorhanden seien.

„Wir kommen aus der Haushaltssicherung, ich möchte da nicht wieder hin“, hatte Dr. Friedhelm Höfener (Grüne) die Sorge, dass sich die Gemeinde mit den Projekten Sandstein-Museum und Burg Hülshoff finanziell übernehme.

Das Projektdossier über die Weiterentwicklung des Sandstein-Museums brachte der Rat schließlich mit 16 Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen und fünf Enthaltungen auf den Weg in den Lenkungsausschuss der Regionale 2016.

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