Erdbeerzeit
Die roten Früchte sind endlich reif

Havixbeck -

Fleißig gepflückt werden die Erdbeeren jetzt auf den Feldern rund um Havixbeck. Endlich hat nach kühlen Tagen die Erntezeit richtig begonnen.

Freitag, 02.06.2017, 06:06 Uhr

Die warmen Temperaturen haben die Erdbeerernte beschleunigt. Auf dem Feld an der Kreuzung bei Hohenholte sind die Pflücker morgens und abends zu sehen. Selbstpflücker haben jetzt die Chance auf die roten Früchte.
Die warmen Temperaturen haben die Erdbeerernte beschleunigt. Auf dem Feld an der Kreuzung bei Hohenholte sind die Pflücker morgens und abends zu sehen. Selbstpflücker haben jetzt die Chance auf die roten Früchte. Foto: Klaus de Carné

Die Erdbeersaison hat begonnen. Nach den kalten Wochen sind die leckeren Früchte bei dem guten Wetter nun schnell gewachsen und reif geworden. Viele Bürger haben darauf gewartet, nach dem Spargel, nun auch Erdbeeren essen zu können.

„Ende Mai sind wir eigentlich in der richtigen Zeit“, berichtet Ferdinand Lülf , der einige Erdbeerfelder rund um Havixbeck betreibt. Er habe durch das Abdecken mit einem Vlies etwas mehr Wärme an den Erdbeeren halten können, besonders nachts. Ansonsten sei mit Freilandkulturen nicht so viel zu machen. Eine Fußbodenheizung könne man nicht einbauen und Treibhäuser habe er nicht.

Seit 1982 betreibt er die Erdbeerfelder, die die roten Früchte an den grünen Pflanzen tragen. Rot werden die Früchte aber meistens in der Nacht. Wer an den Erdbeerfeldern der Familie Lülf in Hohenholte an der Kreuzung oder an der Straße auf dem Blick in Havixbeck vorbeifährt, sieht, dass die Erdbeeren schon reif sind.

Damit die roten Früchte richtig lecker und aromatisch schmecken, hat der Erdbeerexperte nur bestimmte Sorten gewählt. Mit den Frühsorten „Daroyal“ und „Honeyoe“ bringt Lülf die ersten Früchte im Jahr auf den Markt. Es folgt dann die Qualitätssorte „Polka“, die zu 50 Prozent aus der bekannten alten Haussorte „Senga Sengana“ stammt. „Die kennt jede Hausfrau, die früher selber Erdbeeren im Garten hatte“, erklärt Lülf.

Als erfahrener Anbauer macht man aber noch einiges anders, als der normale Haushalt. In jedem Jahr setzen die Lülfs neue Pflanzen auf ihre Felder, weil nur die Einjährigen richtig gute Ware für die Kunden bringen. Und darauf achtet Ferdinand Lülf besonders. Deshalb lässt er die Erdbeeren auch nur spät abends oder morgens ganz früh pflücken, bevor sie dann in den Verkauf auf den Wochenmärkten kommen.

Selber Erdbeeren pflücken geht natürlich auch. „Die leckere selbst eingekochte Marmelade wissen doch viele noch zu schätzen“, meint seine Frau Irmgard, die gerne die geputzten Früchte einfriert und dann noch im Winter frische Marmelade kocht. Sie kennt noch die Zeit, als überwiegend die Frauen mit großen Wannen kamen und jede Menge Erdbeeren pflückten. Dies hat sich aber verändert.

„Einen Eimer habe ich in 20 Minuten gefüllt“, meinte gestern Morgen ein Kunde, der die frischen Früchte schätzt. Quark oder Milch mit Erdbeeren seien eine leckere Sache. Wer selber pflückt, zahlt natürlich auch weniger. Je nach Witterung ist in drei bis vier Wochen die Erntezeit schon wieder vorbei.

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