Sandstein-Museum
Entwurf nicht mehr verändern

Havixbeck -

Die Umgestaltung des Sandsein-Museums warf im Bauausschuss weitere Fragen auf. Ist ein Satteldach auf dem Neubau erforderlich?

Freitag, 16.06.2017, 20:06 Uhr

Aus drei Gebäudeteilen besteht das Sandstein-Museum. Der neue Flachbau (oben) nimmt das Café auf, in der Wagendurchfahrtsscheune (links) entsteht ein Veranstaltungsraum.Der Flachbau nimmt das Café und Räume für das Museum sowie eine Toilettenanlage auf. Dieser Entwurf erhielt die beste Bewertung.
Aus drei Gebäudeteilen besteht das Sandstein-Museum. Der neue Flachbau (oben) nimmt das Café auf, in der Wagendurchfahrtsscheune (links) entsteht ein Veranstaltungsraum.Der Flachbau nimmt das Café und Räume für das Museum sowie eine Toilettenanlage auf. Dieser Entwurf erhielt die beste Bewertung. Foto: Architekten Krych Tombrock

Werner Paß ( SPD ) brachte es im Bauausschuss auf den Punkt: „Der Wettbewerb hat stattgefunden und der Gewinner ist ermittelt. Jetzt müssen wir doch nicht wieder anfangen den eigentlichen Entwurf zu verändern.“ Es ging am Mittwochabend um die Umgestaltung des Sandstein-Museums im Rahmen der „Regionale 2016“.

Klaus Tombrock vom Architekturbüro AKT aus Münster (Sieger des Wettbewerbs) stellte einen Vorentwurf zur Umgestaltung der Wagendurchfahrtsscheune und eines neuen Flachdachgebäudes vor, das das Café und weitere Räume aufnimmt.

Nach Meinung des Denkmalamtes würde dieser Flachbau auch ein Satteldach vertragen und damit besser zu den daneben stehenden Gebäuden passen. Ein Satteldach aus Holz stellte Klaus Tombrock in seiner Power-Point-Präsentation auch gleich mit vor. Dass diese Variante natürlich wieder den Kostenrahmen sprengt, war allen Mitgliedern klar.

Wenn ein Satteldach gebaut würde, dann möchte man auch den entstandenen Raum nutzen, so die Meinung einiger Teilnehmer der Runde. Dies würde zu weiteren Kosten führen, stellte Tombrock fest. Als Magazin könne man den Raum vielleicht gar nicht nutzen, weil die Raumhöhe nicht so hoch sei.

Fachbereichsleiterin Monika Böse verwies darauf, dass das Denkmalamt eigentlich nicht darauf bestehen könne, da es ein Neubau sei und kein Gebäude, das Bestandsschutz genieße. Bürgermeister Klaus Gromöller verwies auf den festgelegten Kostenrahmen von 900.000 Euro, der möglichst nicht überschritten werden solle. Die Abstimmung für das Flachdach und die bestehende Planung ergab 5 Ja-Stimmen und sechs Enthaltungen. Bis zur Ratssitzung sollen noch Gespräche mit dem Denkmalamt geführt werden.

Nach mehreren Gesprächsrunden der Arbeitskreise in den vergangenen Monaten wurde konkretisiert, dass am neuen Standort des Cafés im Flachbau – der Wintergarten wird abgerissen – mehr Plätze als bisher geplant werden sollten. Dieser Wunsch war in den Plänen schon deutlich zu sehen. „Die Feinheiten müssen nach weiteren Gesprächen ausgearbeitet werden“, so Klaus Tombrock. Im ursprünglichen Museumscafé, ohne Wintergarten, können demnächst größere Gruppen Platz finden. Diese Plätze, wie auch der Außenbereich, müssen dazugezählt werden.

Der Anstoß der ganzen Maßnahme ist die Wagendurchfahrtsscheune, die heute noch einige Exponate aufnimmt. Dieses Gebäude soll zu einem Veranstaltungsraum umgebaut werden. Vielseitig soll der Raum auf Dauer genutzt werden. 112 Stühle haben dort Platz, ebenso eine kleine Bühne.

Aus der jetzigen Asservatenkammer im rechten Teil des Gebäudes wird der Eingangsbereich mit Garderobe und Toiletten. Selbst Platz für einen Flügel ist schon vorgesehen, der eine eigene „Parkgarage“ mit zwei Türen erhält.

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