Starkregen in der Partnergemeinde
Land unter in Bestensee

Havixbeck/Bestensee -

Ein absolutes Novum waren für die Menschen in Havixbecks brandenburgischer Partnergemeinde Bestensee die massiven Regenfälle der vergangenen Tage.

Montag, 03.07.2017, 20:07 Uhr

Die heftigen Regenfälle, anfangs mit Gewitter, führten in Bestensee dazu, dass Keller voll liefen und Straßen, Gärten und niedrig gelegene Wohnungen unter Wasser standen.
Die heftigen Regenfälle, anfangs mit Gewitter, führten in Bestensee dazu, dass Keller voll liefen und Straßen, Gärten und niedrig gelegene Wohnungen unter Wasser standen. Foto: Wolfgang Purann

Am vergangenen Donnerstag und Freitag fiel in der Partnergemeinde Bestensee innerhalb von 24 Stunden so viel Regen wie sonst in zwei Monaten. Ein absolutes Novum für die Menschen in Bestensee. Die heftigen Regenfälle, anfangs mit Gewitter, führten im Ort dazu, dass Keller voll liefen und Straßen, Gärten und niedrig gelegene Wohnungen unter Wasser standen. Nicht nur die Hauptstraße hatte Ähnlichkeit mit einer Wasserstraße, und die dort fahrenden Autos ließen einen Vergleich mit Booten zu.

Im Ortsteil Pätz traf ein Blitz ein Wohnhaus, mit der Folge, dass das Dachgeschoss ausbrannte und nicht mehr bewohnbar war. Gullys verwandelten sich in Wasserfontänen, weil die Entwässerungskanäle die Wassermassen nicht mehr aufnehmen konnten, so die Schilderung aus der Havixbecker Partnergemeinde.

Schwierig war der Besuch einer Arztpraxis. Oben herum blieb die Besucherin durch den Regenschirm mehr oder weniger trocken, dafür wurden aber die Füße durch den „Wassermarsch“ um so nasser.

Und auf dem Schulhof an der Grundschule hielt ein Baum den schweren Wassermassen nicht stand und wurde entwurzelt.

Starkregen in Havixbecks Partnergemeinde Bestensee

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  • Foto: Wolfgang Purann
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Am Donnerstag gegen 18 Uhr war eine kurze Regenpause, aber bald danach setzte sich der Regen bis zum nächsten Morgen fort.

Durch die stundenlangen heftigen Regenfälle hatten sich unter anderem der Pätzer Plan, einer große Wiesen- und Ackerfläche zwischen Pätz und Gräbendorf, und die Groß Bestener Dorfaue völlig verändert. Dort, wo kurz zuvor Felder noch geerntet wurde, hatten sich riesige Wasserflächen gebildet.

Kolonien mit rund 250 Möwen hatten sich dort versammelt und genossen den neuen Lebensraum. Oft sah man die Vögel tauchen und mit einem Regenwurm im Schnabel wieder erscheinen. „Auch ein Schwarm Kiebitze mit 80 Vögeln hatte sich dort versammelt, und am Ufer des neuen Sees stand ein Reiher und wartete auf ein Leckerli.“

Es sah interessant aus, wie einzelne Mohnblumen und andere blühende Pflanzen aus dem Wasser ragten. Auch die Entwässerungsgräben waren gefüllt und liefen an einigen Stellen über.

An der Groß Bestener Dorfaue sah es nicht anders aus. Die eigentlich für Feste vorgesehene Wiese am Dorfteich stand fast völlig unter Wasser, und zwei Kinder genossen den neuen „Swimmingpool“ direkt vor ihrer Haustür.

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