Grüne aus Nottuln, Havixbeck, Billerbeck
Zweiten Anlauf gemeinsam nehmen

Nottuln/Baumberge -

Der erste Versuch, ein touristisches Hinweisschild an der Autobahn 43 zu platzieren ist gescheitert. Die Grünen aus Nottuln, Havixbeck und Billerbeck haben jetzt einen alternativen Antrag entwickelt.

Mittwoch, 16.08.2017, 19:08 Uhr

Gruppenbild am Longinusturm. Mit einem Antrag an die jeweiligen Räte wollen die Grünen ein gemeinsames Hinweisschild auf die Region Baumberge an der Autobahn auf den Weg bringen.
Gruppenbild am Longinusturm. Mit einem Antrag an die jeweiligen Räte wollen die Grünen ein gemeinsames Hinweisschild auf die Region Baumberge an der Autobahn auf den Weg bringen. Foto: Ulla Wolanewitz

Endstation: Westerberg! Auf dem höchsten natürlichen Punkt im Münsterland kamen die Radler nach ihrer Tour durch die Region zusammen, zu der der Kreisverband von Bündnis 90/ Die Grünen gemeinsam mit den Ortsverbänden Nottuln, Havixbeck und Billerbeck eingeladen hatte. Am Longinusturm wurde auch auf den Wahlkampf geblickt. Unter den Teilnehmern war auch Oliver Krischer , stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion der Grünen. Er brachte viele Informationen aus Berlin mit.

Zuvor aber stellten die Grünen-Ortsvereine Nottuln, Billerbeck und Havixbeck ihren Antrag zur „Baumberge-Tafel“ vor. Diese touristische Hinweistafel soll an der Autobahn installiert werden, um auf das „Erholungsgebiet Baumberge“ hinzuweisen. „Wir möchten gemeinsam erreichen, dass die Region eine touristische Aufwertung erfährt. Und nicht, dass Ort gegen Ort, Kirchturm gegen Kirchturm arbeitet“, betonte Kreisverbandssprecher Richard Dammann .

Vor einiger Zeit war schon mal in Nottuln der Versuch gestartet worden, eine touristische Hinweistafel an der A 43 mit der Aufschrift „Historischer Ortskern“ auf den Weg zu bringen. Dieses Projekt scheiterte aber aus mehreren Gründen.

Jetzt nehmen die drei Grünen-Ortsvereine die „Baumberge-Tafel“ gemeinsam in Angriff und stellen deshalb in ihrer jeweiligen Kommune einen Ratsantrag. Dabei geht es unter anderem darum, die „Ewigkeitskosten“ (Wartung/Pflege etc.) zu ermitteln. Beziffert wurden die Kosten für das Projekt mit etwa 20 000 Euro, die „aber sicherlich auch von Sponsoren mitgetragen werden“, so Richard Dammann.

Etwas Unmut gab es im Blick auf die Plakate für die Bundestagswahl, da diese für den Geschmack der Ortsvereine „mehr das städtische Umfeld ansprechen“. „Auf dem Land gibt es ein anderes Wählerpublikum.“ Um den kommunalen Bezug zu den Themen der Grünen deutlicher zu machen, wurden deshalb eigene Plakate gedruckt. „Wir wissen, wie die Leute hier ticken. Am Ende wollen wir ja alle das Gleiche: die Wahl gewinnen!“, meinte Klaus Kienle, Sprecher des Ortsverbands Nottuln. „Vor allem müssen wir mit mehr Selbstbewusstsein an den Start gehen“, so die Empfehlung eines Mitglieds.

Ein wichtiges Thema für die Grünen ist das Höfesterben. Das soll gestoppt werden. „Es kann nicht sein, dass die EU Fördermittel in die Fläche gibt, um die Agrarindustrie zu stärken, während die bäuerlichen Betriebe ums Überleben kämpfen. Die müssen vielmehr nachhaltig gestärkt werden“, erklärte Oliver Krischer.

Ferner fordern die Grünen jährlich eine Milliarde Euro mehr für Tier-, Natur- und Klimaschutz durch Umschichtung der EU-Gelder. Und: Eine Milliarde Euro mehr innerhalb von sieben Jahren für den Ausbau von Ökolandbau.

Anne-Monika Spallek vom Ortsverein Billerbeck betonte: „Man muss sich vor Augen führen, dass die bäuerliche Landwirtschaft unsere Region hier stark prägt. Ohne sie gibt es kein Dorfleben.“

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