Haus Stapel
Schiefer aus dem Sauerland für ein „Juwel“

Havixbeck -

Das Dach von Haus Stapel wird saniert. Ein teures Unterfangen. Gut, dass es Unterstützung gibt. Jetzt war Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke vor Ort.

Freitag, 18.08.2017, 18:08 Uhr

Übergabe des Förderbescheids: (v.l.) Handwerksmeister Olaf Pohlmann, Katrin Koitka (Bezirksregierung), Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke, Schlossbesitzerin Dr. Mechthild Freifrau Raitz von Frentz und Monika Böse (Gemeinde Havixbeck).
Übergabe des Förderbescheids: (v.l.) Handwerksmeister Olaf Pohlmann, Katrin Koitka (Bezirksregierung), Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke, Schlossbesitzerin Dr. Mechthild Freifrau Raitz von Frentz und Monika Böse (Gemeinde Havixbeck). Foto: Ansgar Kreuz

Die Sanierungsarbeiten an den Dächern des Hauses Stapel schreiten weiter voran. Davon konnte sich Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke bei einem Besuch des Wasserschlosses am Donnerstagmittag ein Bild machen. Klenke war nicht mit leeren Händen nach Havixbeck gekommen: An Schlossbesitzerin Dr. Mechthild Freifrau Raitz von Frentz übergab er einen Förderbescheid über 40 000 Euro.

Das Geld stammt aus dem Denkmalförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen und ist für die Erneuerung der Schiefereindeckung am Haupthaus, am Torhaus und an den beiden Ecktürmen bestimmt, erläuterte Klenke. Die Gesamtkosten der Sanierungsmaßnahme bezifferte Dr. Mechthild Freifrau Raitz von Frentz mit 176 000 Euro. Neben der Förderung des Landes fließen 80 000 Euro aus Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (wir berichteten) in das Projekt.

Prof. Dr. Reinhard Klenke nannte das Haus Stapel ein „Juwel“, dessen Erhalt als Denkmal für die Nachwelt wichtig und lohnend sei. Er dankte der Besitzerfamilie für deren Einsatz.

„Man wird nie fertig“, verdeutlichte Dr. Mechthild Freifrau Raitz von Frentz, dass der Erhalt des Schlosses tatsächlich eine Lebensaufgabe sei. Da sie aber mit der Geschichte und den Geschichten um das Haus Stapel so eng verbunden sei, setze sie sich für dessen Fortbestand ein, auch wenn dies nicht immer einfach sei. Deshalb ist sie auch dankbar für die finanzielle Unterstützung aus dem Denkmalförderprogramm.

Die Arbeiten am Haupthaus sind bereits abgeschlossen. Handwerksmeister Olaf Pohlmann und seine Mitarbeiter sind inzwischen am linken Turm der Vorburg tätig. Es folgen danach noch die Dächer des Torhauses und des rechten Eckturms.

Eingedeckt werden die Dächer – in Absprache mit den Denkmalpflegern – mit Sauerländer Schiefer. Im Vergleich zum heute häufig verwendeten länger haltbaren und auch preiswerteren italienischen Schiefer sei dieses Material heller, erläuterte Dr. Mechthild Freifrau Raitz von Frentz. Daher passe der Schiefer aus dem Sauerland besser zum gelben Baumberger Sandstein, aus dem das Wasserschloss errichtet wurde.

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