Kammerchor Havixbeck
Kurzweiliger Melodienzauber

Havixbeck -

Shakespeares Texte haben Komponisten zu allen Zeiten zu Vertonungen inspiriert. Der Kammerchor Havixbeck präsentierte einen bunten Strauß an Beispielen.

Montag, 28.08.2017, 16:08 Uhr

Der Kammerchor Havixbeck und Sopranistin Heike Hallaschka boten ein ausgesprochen kurzweiliges Programm mit unterschiedlichen Vertonungen Shakespearescher Werke.
Der Kammerchor Havixbeck und Sopranistin Heike Hallaschka boten ein ausgesprochen kurzweiliges Programm mit unterschiedlichen Vertonungen Shakespearescher Werke. Foto: Maxi Krähling

Ein warmer Sommerabend auf Haus Stapel und viele Gäste im Konzertsaal. Eine passendere Kulisse hätte der Kammerchor Havixbeck für sein Konzert nicht finden können. Und sowohl das Ambiente als auch der Gesang des Chores mit vertonten Texten von William Shakespeare verzauberten dann auch das Publikum am Sonntag auf ganz besondere Weise.

„Sie bekommen jeweils nur kleine Auszüge aus Shakespeares Stücken zu hören“, erklärte Chorleiter Martin Heinrichs eingangs den Konzertbesuchern. Dank dieses Konzeptes war das Konzert ausgesprochen kurzweilig. Das auch deswegen, weil der Kammerchor professionelle Unterstützung von der Sopranistin Heike Hallaschka und dem Pianisten Prof. Clemens Rave bekam. Im Wechsel sangen Chor und Hallaschka Vertonungen von Werken des großen Schriftstellers.

Dass diese Literatur bei Komponisten überaus beliebt war und ist, zeigte sich an unterschiedlichen Versionen mancher Gesangsstücke. Denn Titel wie „It was a lover and his lass“ aus „Wie es Euch gefällt“ oder „Tell me where is fancy bred“ aus „Der Kaufmann von Venedig“ oder „Oh mistress mine“ aus „Was ihr wollt“ gab es an diesem Abend gleich mehrfach zu hören. Dabei aber jeweils so unterschiedlich komponiert, dass diese Wiederholungen nicht störten, ja nicht einmal auffielen, hätte man kein Programmheft zur Hand gehabt.

Zu Beginn des Konzertes standen die etwas älteren Kompositionen auf dem Programm. So begeisterte Heike Hallaschka etwa mit dem getragenen und sehnsüchtigen „She never told her love“ in einer Vertonung von Joseph Haydn, nachdem eine Version des fröhlichen und kraftvollen „It was a lover and his lass“ von Thomas Morley nur so aus ihr herausgesprudelt war.

Im weiteren Verlauf gab es dann weitere Vertonungen von Henry Purcell, Ralph Vaughan-Williams oder Francis Poulenc, gesungen im Wechsel oder gemeinsam wie beim letzten Stück vor der Pause. „Blow, blow thou winter wind“, ertönte es gemeinsam von Heike Hallaschka und den Chorsängern, zart und gleichzeitig dramatisch. Ein echter Gänsehaut-Moment.

In der zweiten Hälfte des Konzertabends folgten die jüngeren, teilweise noch lebenden Komponisten. Was keinen Bruch für das Konzert bedeutete. Im Gegenteil: Die Stückauswahl fügte sich sehr gut in das Gesamtbild ein. Insgesamt ein rundes und schönes Konzert. Gut gesungen und professionell vorgetragen.

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