Stapel Konzerte
Ergreifende Interpretationen

Havixbeck -

Große Resonanz bei den Liebhabern feinsten Gesangs fanden am Wochenende die beiden romantischen Liederabende auf Haus Stapel.

Montag, 11.09.2017, 16:09 Uhr

Mit in die Welt der großen Gefühle nahmen der Pianist Prof. Clemens Rave und die Sopranistin Heike Hallaschka ihr Publikum bei den romantischen Liederabenden im Festsaal des Hauses Stapel.
Mit in die Welt der großen Gefühle nahmen der Pianist Prof. Clemens Rave und die Sopranistin Heike Hallaschka ihr Publikum bei den romantischen Liederabenden im Festsaal des Hauses Stapel. Foto: Axel Engels

Große Resonanz bei den Liebhabern feinsten Gesangs fanden am Wochenende die beiden romantischen Liederabende auf Haus Stapel. Im lichtdurchfluteten Festsaal genoss das Publikum gemeinsam der Sopranistin Heike Hallaschka und dem Pianisten Prof. Clemens Rave diesen musikalischen Ausflug in die Welt der großen Gefühle.

Für den ersten Teil des Konzertes hatte das Duo mit dem Liederzyklus „Die schöne Müllerin op. 25 D. 795“ von Franz Schubert ein Werk ausgewählt, das zum Standardrepertoire auf diesem Gebiet gehört und immer wieder das Publikum mit seinen tiefen in Musik gesetzten Gefühlen fasziniert. Bei den anfänglich sehr lebendigen und schnellen Liedern die „Das Wandern“ und „Wohin?“ konnten Heike Hallaschka und Clemens Rave ihre ganze kultivierte Musizierweise einbringen. Sehr warm und einfühlsam erstrahlte die Stimme der Sopranistin über den filigranen Begleitfiguren im Klavierpart.

Bei den von Melancholie bestimmten Liedern gelang den Künstlern eine ergreifende Interpretation. Bis ins kleinste Detail wurden die dynamischen Veränderungen umgesetzt, konnten sich Heike Hallaschka und Clemens Rave ganz dem gefühlsbestimmten Inhalt jenseits des reinen Notentextes widmen.

Dieser exquisite Eindruck setzte sich im weiteren Konzert fort, fühlte man sich einfach bei der sensiblen Auswahl der zehn Lieder aus dem „Italienischen Liederbuch op. 46“ von Hugo Wolf mitgenommen in die volkstümlich bestimmte Liebesgeschichte. Grazie und Anmut prägten diese so schwer zu interpretierenden Lieder, deren technische Schlichtheit oft über die interpretatorischen Schwierigkeiten hinwegtäuscht.

Heike Hallaschka konnte den oftmals melancholischen Charakter in ein ergreifendes musikalisches Gewand kleiden, ohne ihn mit äußeren Effekten zu überladen. Der Dialog zwischen ihr und Clemens Rave wirkte wie eine Lehrstunde des Liedgesangs, konnten beide Musiker ihre ganze Erfahrung und Kunstfertigkeit in den Dienste des Ausdrucks stellen.

Mit sieben Werken aus dem 26-teiligen Liederzyklus „Myrten op. 25“ von Robert Schumann bot das Duo einen mitreißenden Einblick in dieses facettenreiche Werk. Bei „Die Widmung“, „Freisinn“ und „Der Nußbaum“, die den Zyklus eröffnen, zeigte sich ein sehr intimer Zugang des Duos zu dieser Musik, deren Glanz und Schönheit bei „Du bist wie eine Blume“ und „Aus den östlichen Rosen“ das Publikum faszinierte.

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