„INCA plus“
Phase der Integration hat begonnen

Havixbeck -

Seit fast drei Jahren gibt es „INCA plus“ in Havixbeck. Die Arbeit mit den Neuankömmlingen in der Gemeinde hat sich verändert.

Sonntag, 19.11.2017, 18:11 Uhr

Perspektiven für die künftige Arbeit von „INCA plus“ wurden im Rahmen einer Klausurtagung entwickelt.
Perspektiven für die künftige Arbeit von „INCA plus“ wurden im Rahmen einer Klausurtagung entwickelt. Foto: INCA plus

Seit fast drei Jahren gibt es „INCA plus“ in Havixbeck. Ziel der Initiative war es, für die Menschen aus den Kriegs- und Krisenregionen der Erde eine Willkommenskultur zu schaffen. Über 200 Menschen sind mittlerweile in Havixbeck angekommen. Auch wenn der große Ansturm nachgelassen hat, kommen immer noch Menschen aus den zentralen Aufnahmeeinrichtungen nach Havixbeck.

Getragen von einem großen Unterstützerkreis, haben die Neuankömmlinge viele Hilfen erfahren: Sprachkurse, Mutter-Kind-Gruppe, Treffen im Internationalen Café, konkrete Hilfestellungen im Alltag durch die Patinnen und Paten, aber auch durch die Menschen aus der Nachbarschaft. Zahlreiche kulturelle Veranstaltungen und Begegnungen haben geholfen, das Leben in Havixbeck kennenzulernen und neue Freundschaften zu schließen.

Das sei nicht alleine das Verdienst von „INCA plus“, betont die Initiative. Der Anziehungspunkt, das Möbelmagazin, die Kolpingfamilie mit ihrer Fahrradwerkstatt, die Musikschule, die Sportvereine, die Kirchen und viele andere hätten ihren Beitrag geleistet. Nicht vergessen werden dürften die Mitarbeiter der Gemeinde, die trotz erheblicher sprachlicher Barrieren, stets bemüht gewesen seien, diesen Neuanfang zu erleichtern.

Viele „Neubürger“ leben inzwischen schon über zwei Jahre in Havixbeck. Die anfängliche Euphorie des Unterstützerkreises auf der einen, die Neugierde und die Erwartungen auf der anderen Seite hätten längst der Ernüchterung des Alltags Platz gemacht, erklärt „INCA plus“ weiter. Neben dem Erlernen der Sprache bestimmen heute die Fragen nach der Bleibeperspektive, der Wunsch nach einer Arbeit, einer Berufsausbildung und vor allem nach einer eigenen Wohnung den Alltag. „Nach der ‚Phase des Willkommens‘ befinden wir uns jetzt in der ‚Phase der Integration‘“, so „INCA plus“.

Die personellen und inhaltlichen Veränderungen waren für die Steuergruppe von „INCA plus“ Anlass, sich zu einem Klausurtag in Tilbeck zu treffen. Begleitet von Pfarrer Hermann Kappenstiel wurden Schritte zur Anpassung und Weiterentwicklung der Organisationsstruktur beschlossen. Die inhaltlichen Zielsetzungen sollen an einem weiteren Klausurtag besprochen werden.

An der Spitze von „INCA plus“ steht zukünftig eine dreiköpfige Sprechergruppe. Die Steuergruppe wählte Andreas Tinnefeld zum Sprecher und Majda Mchiche zu seiner Stellvertreterin. Karin Funcke, zuständig für die Finanzen, komplettiert die Sprechergruppe.

Zum Thema

Auskünfte zu den Aktivitäten von „INCA plus“ erteilt Sprecher An­dreas Tinnefeld, ' 0 15 75/ 4 59 04 79.

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