Baumberger-Sandstein-Museum
Entdeckergeist wecken

Havixbeck -

Ein ganz neues Gesicht erhält die Hauptausstellung des Baumberger-Sandstein-Museums im Zuge des Projekts der Regionale 2016. Einen ersten Eindruck von der neuen Museums- und Ausstellungsgestaltung vermittelte das Büro Impuls-Design im Ausschuss für Wirtschaftsförderung.

Dienstag, 21.11.2017, 16:11 Uhr

Als Hingucker wird auf der Tenne des Museumsgebäudes ein Maßwerkfenster aus St. Lamberti Münster aufgestellt, anders als in dieser Animation aber vollständig. Eine Karte auf dem Boden dient der Orientierung.
Als Hingucker wird auf der Tenne des Museumsgebäudes ein Maßwerkfenster aus St. Lamberti Münster aufgestellt, anders als in dieser Animation aber vollständig. Eine Karte auf dem Boden dient der Orientierung. Foto: Impuls-Design

Ein ganz neues Gesicht erhält die Hauptausstellung des Baumberger-Sandstein-Museums im Zuge des Projekts der Regionale 2016. Einen ersten Eindruck von der neuen Museums- und Ausstellungsgestaltung vermittelten Sven Klomp und Kathrin Meyer vom Büro Impuls-Design im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Fremdenverkehr und Kultur am Montagabend. „Der Besucher kann sofort beim Betreten des Raumes Entdeckergeist entwickeln“, ging Sven Klomp auf die Konzeption ein.

Betreten wird das Hauptgebäude des Museums künftig über die Tenne. In der Mitte des Raumes wird als zentrales Objekt ein Maßwerkfenster aus der St.- Lamberti-Kirche in Münster aufgestellt. Als „große Eingangsgeste“ wirkt es durch die offenen Tennentore in den Außenbereich hinaus. Das Fenster soll Besucher neugierig machen und sie in die Ausstellung hineinziehen. „Eine begehbare Karte setzt die ausgestellten Originale mit der Region in Beziehung“, so Kathrin Meyer. Durch eine moderne Ausstellungsarchitektur wollen die Designer die Architektur des denkmalgeschützten Gebäudes hervorheben.

„Die Leitidee lautet: Das große Bild schaffen“, ging Museumsleiter Dr. Joachim Eichler auf das szenografische Konzept der neuen Dauerausstellung ein. Es gehe darum, Exponate in Beziehung, zum Beispiel zu Menschen und der Region, zu setzen, aber auch Kontraste zu schaffen. Hintergrundgrafiken verbinden die Originale mit ihrem Ursprung. Geschichten zum Exponat oder zum Künstler werden erlebbar gemacht.

Der Epilog im Eingangsbereich dient der Einführung, Orientierung und Vernetzung. Rechts und links werden in Kojen die Themen Familie, Tradition, Handwerk, Wohlstand, Architektur und Münsterland behandelt. Darauf aufbauend geht es im Erdgeschoss um Transport und Wegebilder des Münsterlandes.

„Ein dramaturgisches Highlight wird die Restaurationswerkstatt“, erklärte Kathrin Meyer. Aus einer „allwissenden Perspektive“ werden hier Epochen, Bearbeitung und Architektur in Beziehung gesetzt. Vergleiche werden zur Qualität des Materials angestellt. Ebenso sollen die Entstehungsgeschichte des Baumberger Sandsteins und dessen Abbau hier in Szene gesetzt werden. Die Restaurierungswerkstatt werde als spielerischer, interaktiver Bereich gestaltet, führte Kathrin Meyer weiter aus. Hier können die Museumsbesucher selbst aktiv werden.

Im Obergeschoss wandeln die Besucher entlang eines durch den gesamten Raum verlaufenden Zeitstrahls durch die Bauepochen Romanik, Gotik, Renaissance, Barock und Historismus. Im Museum schon vorhandene Podeste und Vitrinen sollen auch in der neuen Ausstellung weiter Verwendung finden. Dazu werden sie teilweise umgebaut und angepasst.

Vorgesehen ist, dass im März das Feinkonzept für die neue Hauptausstellung des Sandstein-Museums fertiggestellt ist. Diese soll dann dem Kulturausschuss des Landschaftverbands Westfalen-Lippe (LWL) zwecks Beantragung der Fördermittel vorgelegt werden.

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