Mariensäule auf dem Kirchplatz
Kopf und Fuß noch erhalten

Havixbeck -

Städte und Dörfer verändern im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte ihr Aussehen. Alte Gebäude werden abgerissen, neue errichtet, aus schmalen Wegen werden breite Straßen.

Mittwoch, 03.01.2018, 06:01 Uhr

Bis in das Jahr 1963 stand auf dem Kirchplatz von St. Dionysius die Mariensäule. Errichtet hatte sie die marianische Sodalität zu Havixbeck im Jahr 1872.
Bis in das Jahr 1963 stand auf dem Kirchplatz von St. Dionysius die Mariensäule. Errichtet hatte sie die marianische Sodalität zu Havixbeck im Jahr 1872. Foto: Lappe

Städte und Dörfer verändern im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte ihr Aussehen. Alte Gebäude werden abgerissen, neue errichtet, aus schmalen Wegen werden breite Straßen. Aber auch im Kleinen gibt es immer wieder Veränderungen, wenn zum Beispiel Denkmäler oder Wegekreuze einen neuen Platz bekommen, restauriert oder gar abgebrochen werden.

Mit Gebäuden, Straßen und Statuen verschwinden über die Zeit auch die Erinnerungen der Menschen daran. Ein derartiger Fall ist die Mariensäule, die einst auf dem Kirchplatz der Pfarrkirche St. Dionysius stand.

„Ich werde häufig nach dem Verbleib der Marienstatue auf dem Kirchplatz gefragt“, berichtet Friedhelm Brockhausen, Geschäftsführer des Freundeskreises der St.-Dionysius-Pfarrkirche und Vorsitzender des Heimatvereins Havixbeck. Für ihn ein Grund, sich auf die Suche zu machen.

„Eine Antwort auf den Grund ihrer Aufstellung fand ich auf einem Notizzettel im Pfarrarchiv und zu ihrer Demontage im Fotoarchiv von Matthias Vennemann“, erläutert Friedhelm Brockhausen. „Unter Pfarrer Josef Kröger wurden Statue und Säule 1963 abgebaut, da beide deutliche Verwitterungsspuren zeigten und außerdem die Säule nicht mehr standfest war.“

Neben Fotos erinnern an die Säule nur noch der Kopf und ein Fuß der Marienstatue, die im Sandstein-Museum aufbewahrt werden. „Josef Wagner, Malermeister vom Baumberg, hatte diese verwitterten Bruchstücke in einer Steinkuhle, in der Abraum gelagert wurde, zufällig wiedergefunden und 1992 dem Sandstein-Museum übergeben“, so Brockhausen

Über die Aufstellung der Mariensäule ist im Pfarrarchiv festgehalten: „Dieses Bild ist errichtet zu Ehren der Mutter Gottes von der marianischen Sodalität zu Havixbeck anlässlich ihres XXV. Jubiläums. Anno 1872.

Eingeweiht am Feste Maria Geburt vom Pater Cap. Antonius Schürmann. Die zeitigen Vorstandsmitglieder der Sodalität: Pfarrer Ph. Wilkentepe, Präses; P. B. Kalthoff, Joh. Jeiler, Jos. Gehring, B. Schürmann, Praefecten; H. Antons, H. Isfort, Secretaire. Verfertigt vom Bildhauer Aug. Brinckmann aus Havixbeck”.

Bei seinen Nachforschungen fand Friedhelm Brockhausen weiter heraus, dass August Brinckmann ein paar Jahre später in der Werkstatt von Hilger Hertel ebenfalls am neugotischen Hochalter für die Havixbecker St.-Dionysius-Pfarrkirche mitgearbeitet hat.

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